L’wiw

L’wiw (Deutsch)

Substantiv, n, Toponym

Singular Plural
Nominativ (das) L’wiw
Genitiv (des L’wiw)
(des L’wiws)

L’wiws
Dativ (dem) L’wiw
Akkusativ (das) L’wiw

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „L’wiw“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

L’wiw, kein Plural

Aussprache:

IPA: [lviːf]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] selten: Großstadt und Oberzentrum der westlichen Ukraine, Hauptort und Verwaltungssitz der Oblast Lviv sowie historische Hauptstadt von Galizien

Beispiele:

[1] «L’wiw gilt als Wiege der ukrainischen Nation, als standhaftes Bollwerk gegen Sowjetisierung und Russifizierung. […] Zudem stammt die Mehrzahl der heutigen jüdischen Bevölkerung L’wiws aus anderen Gebieten der früheren UdSSR, wohin sie vor den deutschen Truppen geflohen waren. Etwa 30 000 Juden kehrten nach dem Krieg nach L’wiw zurück, viele emigrierten später nach Israel.»[1]
[1] „Heuer pilgerten die Mostviertler in die Ukraine und legten in elf Tagen 5000 Kilometer zurück. Dabei staunten sie schon bei der Planung: Nach L’wiw sind’s weniger als 1000 Kilometer, nach Paris hingegen 1200. ‚Es war eine Entdeckungsreise‘, schilderten die Teilnehmer.“[2]
[1] „Die Vernissage mit den Werken des Künstlers aus L’wiw (Lemberg) in der Ukraine beginnt um 16 Uhr.“[3]
[1] „Osidach ist Dekanin an der Iwan-Franko-Nationaluniversität in L’wiw (Lemberg) und berichtete von einem harten Konkurrenzkampf um die wenigen staatlich geförderten Studienplätze.“[4]
[1] „Johann Georg Pinsel (gest. 1761/62) war der bedeutendste und einflussreichste Bildhauer des 18. Jahrhunderts in der Gegend um Lemberg (heute L’wiw).“[5]

Wortbildungen:

L’wiwer
Bewohnernamen (Oikistonyme): L’wiwer m / L’wiwerin f
Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag Lwiw.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.
Referenzen und weiterführende Informationen:

Quellen:

  1. Matthias Messmer: Die Gegenwart der Vergangenheit. Auf jüdischen Spuren in der ehemaligen Hauptstadt Galiziens. In: Neue Zürcher Zeitung. Nummer 3, 6. Januar 1998, ISSN 0376-6829, Seite 37 (Archiv-URL, abgerufen am 22. Februar 2026).
  2. 5000 Kilometer in die Ukraine. In: Oberösterreichische Nachrichten. 27. August 2001.
  3. Kultur in Kürze. In: Aachener Zeitung. 24. September 2003.
  4. Claudia Wallendorf: Schlicht eine Frage des Geldes? In: General-Anzeiger. 6. März 2007, Seite 12.
  5. Johann Werfring: Meister der Falten und des Ausdrucks… In: WIENER ZEITUNG. 29. Dezember 2016, Seite 7.