Lviv

Lviv (Deutsch)

Substantiv, n, Toponym

Singular Plural
Nominativ (das) Lviv
Genitiv (des Lviv)
(des Lvivs)

Lvivs
Dativ (dem) Lviv
Akkusativ (das) Lviv

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Lviv“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Lviv, kein Plural

Aussprache:

IPA: [lviːf]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] seltener: Großstadt und Oberzentrum der westlichen Ukraine, Hauptort und Verwaltungssitz der Oblast Lviv sowie historische Hauptstadt von Galizien

Beispiele:

[1] „Kusniewicz erarbeitet ein Mosaik von Lebensläufen und Beobachtungen aus der Gegend um Lwow oder Lviv oder Lemberg, […].“[1]
[1] „Ein Freiburger Verein will schon bald in Lviv eine Armenküche einrichten und täglich 500 Essen für ‚besonders Bedürftige‘ ausgeben. Doch die Spendenempfänger meldeten wiederholt den Wunsch nach einem Wandel der Hilfsleistungen an. ‚Hungern muß bei uns niemand‘, erklärte Lvivs Oberbürgermeister Wasil Schpitzer bei seinem Besuch in Freiburg im Februar vergangenen Jahres. Statt Lebensmittel wünsche man ‚Hilfe zur wirtschaftlichen Selbsthilfe‘. Lviv entwickelte sich zur anspruchsvollsten der partnerschaftlich verbundenen Städte, von denen Freiburg immerhin acht aufweisen kann.“[2]
[1] „Die herrschaftlichen Fassaden im Zentrum Lvivs erinnern noch stark an die großartige Vergangenheit zu Zeiten der Habsburger Regentschaft. Lviv war auch einmal die Hochburg des galizischen Judentums, ehe es von den Nationalsozialisten erbarmungslos verfolgt und vernichtet wurde.“[3]
[1] „Nelly Toll ist acht Jahre alt, als sie 1943 die ‚Mädchen im Feld‘ malt ([…]). Sie wohnt mit ihrer Mutter in einer Kammer in Lemberg, dem heutigen Lviv in der Ukraine.“[4]

Wortbildungen:

Lviver
Bewohnernamen (Oikistonyme): Lviver m / Lviverin f
Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag Lwiw.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.
Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Duden online „Lwiw, Lviv, L’viv
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalLviv

Quellen:

  1. Adam Krzeminski: Der Osten in uns. Ein Streifzug durch die polnische Gegenwartsliteratur. In: DIE ZEIT. Nummer 40, 26. September 1986, ISSN 0044-2070, Seite 61 (Archiv-URL).
  2. Die schwierige Kunst, Strom zu sparen. In: DIE ZEIT. Nummer 50, 10. Dezember 1993, ISSN 0044-2070, Seite 43.
  3. „Lemberg ist offen für die Welt“. Bürgermeister glaubt an rosige Zukunft für Lviv: Fünf Millionen Touristen pro Jahr möglich. In: Nürnberger Nachrichten. 12. Mai 2012, Seite 4.
  4. Klaus Hillenbrand: Zeugnisse des Leids. In: taz.die tageszeitung. 27. Januar 2016, ISSN 1434-4459, Seite 4.