Mekkaner

Mekkaner (Deutsch)

Adjektiv, indeklinabel

Positiv Komparativ Superlativ
Mekkaner

Worttrennung:

Mek·ka·ner, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [mɛˈkaːnɐ]
Hörbeispiele:  Mekkaner (Info)
Reime: -aːnɐ

Bedeutungen:

[1] auf die Stadt Mekka bezogen, zur Stadt Mekka gehörig, aus ihr stammend

Herkunft:

etymologisch: vom gleichbedeutenden lateinischen Adjektiv Meccanus  la
[Quellen fehlen]
strukturell: Ableitung des Toponyms Mekka mit Fugenelement -n- und Derivatem (Ableitungsmorphem) -er (und Akzentverschiebung); alternativ: Stamm von Meccan(us) mit Ableitungsmorphem -er

Beispiele:

[1] „Wenn auch nicht klar ist, wann die Mekkaner Gesellschaft, die für Muhammad das soziale Umfeld bildete […], seßhaft geworden ist, so bestätigt die These von Spies letztlich die Auffassung von Ibn Khaldun, der diesen "esprit de corps" […] des Nomadenverbandes als die staatsbildende Idee schlechthin ansieht, […].“[1]
[1] „Allah war zwar von den Arabern als der Schöpfer anerkannt, aber das Mekkaner Heiligtum war auch das der männliche Gottheiten Hubal, Wadd etc., während Allah dort nicht verehrt wurde.“[2]
[1] „Kurz vor dem Abschluß der Eroberung Palästinas, im Dezember des Jahres 639, zog der in den syrischen Kämpfen vielfach ausgezeichnete Mekkaner Heerführer `Amr b. al-`As von dem belagerten Caesarea in Palästina ab und rückte […] nach Ägypten vor.“[3]
[1] „Hieraus berechnete sich das Mekkaner raṭl des 17. Jh. auf 408,23 g; […].“[4] („raṭl“ kursiv im Original)
[1] Einer [der Gottsucher] hieß Muhammad, er gehörte dem verarmten Zweig einer einflussreichen Mekkaner Familie an.[5]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:

Quellen:

  1. Rolf Friedrich Krause: Stadtgeographische Untersuchungen in der Altstadt von Djidda/Saudi-Arabien. Eine Dokumentation. In: Bonner geographische Abhandlungen. Heft 81, Ferdinand Dümmlers Verlag, Bonn 1991, ISBN 3-427-76311-0, Seite 39 (Download: DNB, abgerufen am 14. Januar 2026).
  2. Jaya Gopal: Gabriels Einflüsterungen. Eine historisch-kritische Bestandsaufnahme des Islam. 1. Auflage. Ahriman Verlag, Freiburg im Breisgau 2004 (übersetzt von Fritz Erik Hoevels), ISBN 978-3-89484-601-5, Seite 93 f., DNB 968340636 (Google Books, abgerufen am 14. Januar 2026).
  3. Ulrich Haarmann: Das islamische und christliche Ägypten. In: Sonderdrucke aus der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Freiburg ohne Jahr, Seite 123 f. (Originalbeitrag erschienen in: Heinz Schamp (Hrsg.): Ägypten. Erdmann, Tübingen/Basel 1977, Seite 122 – [169], Download: Uni Freiburg, abgerufen am 15. Januar 2026).
  4. Walther Hinz: slamische Masse und Gewichte, umgerechnet ins metrische System. In: Handbuch der Orientalistik. Ergänzugsband 1, Brill, Leiden 1955, Seite 28, DNB 452030153 (Google Books, abgerufen am 14. Januar 2026).
  5. Fritz Dumanski: Ergebenheit in Gott – Der Islam. In: radioWissen. Bayerischer Rundfunk: Bayern 2, Seite 2, abgerufen am 15. Januar 2026 (PDF).

Substantiv, m

Singular Plural
Nominativ der Mekkaner die Mekkaner
Genitiv des Mekkaners der Mekkaner
Dativ dem Mekkaner den Mekkanern
Akkusativ den Mekkaner die Mekkaner

Worttrennung:

Mek·ka·ner, Plural: Mek·ka·ner

Aussprache:

IPA: [mɛˈkaːnɐ]
Hörbeispiele:  Mekkaner (Info)
Reime: -aːnɐ

Bedeutungen:

[1] Einwohner der Stadt Mekka, aus Mekka stammende Person

Herkunft:

siehe zum Adjektiv Mekkaner; alternativ: Substantivierung des Adjektivs Mekkaner durch Konversion

Weibliche Wortformen:

[1] Mekkanerin

Oberbegriffe:

[1] Saudi-Araber/Saudi, Hedschas-Araber

Beispiele:

[1] „Vor allem seine Soziallehre ließ Mohammed bei vielen Mekkanern als Aufrührer und Revolutionär erscheinen.“[1]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege [dwdsxl] Gegenwartskorpora mit freiem Zugang „Mekkaner

Quellen:

  1. Der Exodus des Propheten. Deutschlandfunk Nova, 6. 14 2017, abgerufen am 14. Januar 2026.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Mexikaner, Veganer