Säbelrasseln

Säbelrasseln (Deutsch)

Substantiv, n

Singular Plural
Nominativ das Säbelrasseln
—
Genitiv des Säbelrasselns
—
Dativ dem Säbelrasseln
—
Akkusativ das Säbelrasseln
—

Worttrennung:

Sä·bel·ras·seln, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈzɛːbl̩ˌʁasl̩n]
Hörbeispiele:  Säbelrasseln (Info)

Bedeutungen:

[1] Politik, abwertend: Demonstration militärischer Stärke als Drohung

Herkunft:

Substantivierung der Phrase (mit dem) Säbel rasseln, einer Metapher für das Bezeichnete; vergleiche säbelrasselnd und Säbelrassler

Synonyme:

militärische Drohgebärden

Sinnverwandte Wörter:

martialische Töne, kriegerische Rhetorik/Parolen, Kriegsdrohungen

Oberbegriffe:

[1] Machtdemonstration

Beispiele:

[1] „Durch blutrünstige Reden, auftrumpfendes Säbelrasseln und diplomatische Taktlosigkeiten schlimmster Art habe er für einen permanenten Alarmzustand gesorgt und das Misstrauen der anderen Mächte in die Absichten der deutschen Politik geschürt.“[1]
[1] „In den letzten Jahren muss man besonders Delhi eine gewisse Besonnenheit zugute halten, da es sich von den letzten größeren Anschlägen - wie in Mumbai 2011 - wenig beeindrucken ließ und auf ein Säbelrasseln verzichtete.“[2]
[1] „Doch folgten diesem Säbelrasseln nur Scharmützel, da Iran kein direktes Eingreifen in den Afghanistankonflikt anstrebte.“[3]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Säbelrasseln“
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Säbelrasseln“
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Säbelrasseln“
[1] Duden online „Säbelrasseln“
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Säbelrasseln“
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Säbelrasseln“

Quellen:

  1. ↑ Volker Ullrich: »Er ist durch und durch falsch«. In: Zeit Online. 5. Oktober 2008, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 1. März 2014).
  2. ↑ Katja Mielke/Conrad Schetter: Pakistan: Land der Extreme. 1. Auflage. C.H.Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-65295-0, Seite 208.
  3. ↑ Conrad Schetter: Kleine Geschichte Afghanistans. 5. Auflage. C.H.Beck, München 2022, ISBN 978-3-406-78487-3, Seite 130.