Schwarze Witwe

Schwarze Witwe (Deutsch)

Substantiv, f, Wortverbindung, adjektivische Deklination

starke Deklination ohne Artikel
Singular Plural
Nominativ Schwarze WitweSchwarze Witwen
Genitiv Schwarzer WitweSchwarzer Witwen
Dativ Schwarzer WitweSchwarzen Witwen
Akkusativ Schwarze WitweSchwarze Witwen
schwache Deklination mit bestimmtem Artikel
Singular Plural
Nominativ die Schwarze Witwedie Schwarzen Witwen
Genitiv der Schwarzen Witweder Schwarzen Witwen
Dativ der Schwarzen Witweden Schwarzen Witwen
Akkusativ die Schwarze Witwedie Schwarzen Witwen
gemischte Deklination (mit Possessivpronomen, »kein«, …)
Singular Plural
Nominativ eine Schwarze Witwekeine Schwarzen Witwen
Genitiv einer Schwarzen Witwekeiner Schwarzen Witwen
Dativ einer Schwarzen Witwekeinen Schwarzen Witwen
Akkusativ eine Schwarze Witwekeine Schwarzen Witwen

Worttrennung:

Schwar·ze Wit·we, Plural: Schwar·ze Wit·wen

Aussprache:

IPA: [ˌʃvaʁt͡sə ˈvɪtvə]
Hörbeispiele:  Schwarze Witwe (Info)

Bedeutungen:

[1] Zoologie, speziell Arachnologie: Exemplar mehrerer Arten aus der Gattung der Echten Witwen (Latrodectus), die der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae) aus der Ordnung der Webspinnen (Araneae) angehören, deren Weibchen oft die Männchen nach der Paarung töten und fressen

Oberbegriffe:

[1] Echte Witwe, Spinne

Unterbegriffe:

[1] Europäische Schwarze Witwe / Mediterrane Schwarze Witwe / Malmignatte / Karakurt / Karakurte (Latrodectus tredecimguttatus), Nördliche Schwarze Witwe (Latrodectus variolus), Südliche Schwarze Witwe (Latrodectus mactans), Westliche Schwarze Witwe (Latrodectus variolus)

Beispiele:

[1] „Viele Spinnenweibchen wie die Schwarze Witwe fressen ihre Partner auf.“[1]
[1] „Buddy sagt, eine Spinne hat Esther gebissen. Wie es aussieht, eine Schwarze Witwe.“[2]
[1] „2011 verhalfen die HafenCity-Zöllner den Mitarbeitern des Zoologischen Instituts zu Begeisterungsstürmen, nachdem sie in der Augenhöhle eines Büffelschädels eine Spinne entdeckt hatten. […] Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Schwarze Witwe, eine giftige Spinnenart und ein seltenes Exemplar.“[3]
[1] „Ich kam mir wie eine Schwarze Witwe vor, der plötzlich bewusst wurde, dass alle männlichen Spinnen winzig und schwach, weich und verletzlich waren, ganz im Gegensatz zu ihrem glänzenden Panzer und den riesigen Mundwerkzeugen.“[4]
[1] „Die Falsche Witwe sieht der hochgiftigen Schwarzen Witwe zum Verwechseln ähnlich, kann dem Menschen aber nicht wirklich gefährlich werden.“[5]
[1] „Die Schwarze Witwe verteidigt dabei ihr Alleinsein bis auf den Tod: Oft frisst das Weibchen das Männchen nach der Paarung auf – so ist sie auch zu ihrem Namen gekommen.“[6]
[1] „Grausam ist der vom Weibchen praktizierte Sexualkannibalismus: Wie die Schwarze Witwe oder die Gottesanbeterin töten die Wespenspinnen‑Weibchen ihren Liebhaber nach der Paarung und saugen ihn dann aus.“[7]

Wortbildungen:

übertragen: schwarze Witwe

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Schwarze Witwe (Begriffsklärungsseite)
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schwarze Witwe
[1] wissen.de – Lexikon „Schwarze Witwe
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchwarze Witwe

Quellen:

  1. Das finale Hochzeitsgeschenk. Tiere fressen ihre Artgenossen aus Hunger oder wegen Sex – selbst Bakterien machen ihresgleichen zu Brei. In: Der Tagesspiegel. 5. August 2003, ISSN 1865-2263.
  2. Chuck Palahniuk: Das Kainsmal. Goldmann, München 2007, ISBN 978-3-442-54632-9, Seite 24.
  3. Denis Fengler: Giftspinne im Büffelschädel. In: Hamburger Abendblatt. Nummer 119, 23. Mai 2014, ISSN 0949-4618, Seite 12.
  4. Eliza Clark: Boy Parts. Festa, Leipzig 2025, ISBN 978-3-986-76201-8, Seite 216.
  5. Wissen kompakt: Giftspinne, Verbreitung über Pflanzenkübel. In: Die Welt. 18. Februar 2019, ISSN 0173-8437, Seite 20.
  6. Katrin Blawat: Bleib mir weg! In: Süddeutsche Zeitung. 9. Mai 2020, ISSN 0174-4917, Seite 66.
  7. Hajo Kahl: Kannibalenspinne erobert den Norden. In: Gadebusch-Rehnaer Zeitung. 9. Oktober 2021, Seite 09 (Kopfblatt der Schweriner Volkszeitung).