mekkanisch

mekkanisch (Deutsch)

Adjektiv

Positiv Komparativ Superlativ
mekkanisch
Alle weiteren Formen: Flexion:mekkanisch

Worttrennung:

mek·ka·nisch, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [mɛˈkaːnɪʃ]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] zur Stadt Mekka gehörig, auf Mekka bezogen, sich in Mekka befindend / von dort stammend
[2] Islam, Geschichte, Koran, besonders von Suren, Versen: zur Zeit des Aufenthalts des Propheten Mohammed  WP in/bei Mekka (610–622) – vor der Hedschrageoffenbart/entstanden, von Ereignissen: passiert

Abkürzungen:

[2] mekk.

Herkunft:

etymologisch: vom gleichbedeutenden lateinischen Adjektiv Meccanus  la
[Quellen fehlen]
strukturell: Stamm von Meccanus mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -isch; alternativ: Ableitung des Toponyms Mekka mit Fugenelement -n- und Ableitungsmorphem -isch

Gegenwörter:

[2] medinisch, medinensisch

Beispiele:

[1] „Das mekkanische Heiligtum, die Kaaba, mit dem eingemauerten schwarzen Stein, war damals das große Zentralheiligtum der arabischen Stämme.“[1]
[1] „[Mekka] wurde von den Quraiš beherrscht, mekkanische Kaufleute vermittelten den Handel mit dem angrenzenden Kulturland.“[2]
[1] „In seiner ersten Schlacht besiegte Mohammed mit 319 Mann bei Bedr ein feindliches mekkanisches Heer von 1000 Mann.“[3]
[1] „Omar war zwar auch ein geborner Mekkaner und wurde, wie alle von Fremden in der heiligen Stadt erzeugten Kinder, von dem mekkanischen Mittelstande als ein völlig ebenbürtiger Stadtsohn angesehen, […].“[4]
[1] „Es war also wieder ein mekkanisches Geschlecht, das zur Herrschaft kam, und es schien, als sei es ein streng mohammedanisches Geschlecht — Blutsverwandte des Propheten.“[5]
[2] „Nach Nöldecke/Schwally liegt eine chronologische Einteilung der Koransuren in vier Entstehungsperioden vor, […]: Drei mekkanische Perioden (610–622) und die medinensische Periode (622–632).“[6]
[2] „Nach der Zählung Zarkaschi gibt es 29 medinische Suren und 85 mekkanische Suren.“[7]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[2] Wikipedia-Artikel „Geschichte des Korantextes: Frühere mekkanische und spätere medinensische Textpassagen
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege [dwdsxl] Gegenwartskorpora mit freiem Zugang „mekkanisch

Quellen:

  1. Adel Theodor Khoury: Sure 17 Vers 22. Gottes Gebote. Deutschlandfunk, 4. Mai 2018, abgerufen am 15. Januar 2026.
  2. Heribert Busse: Der Islam. Ein Lesebuch. In: Maria Haarmann (Herausgeber): Beck’sche Reihe. 3., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Band 479, C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-47640-6, Seite 14, DNB 963628429 (Google Books, abgerufen am 15. Januar 2026).
  3. L. Allmann: Der Koran. Aus dem Arabischen wortgetreu neu übersetzt, und mit erläuternden Anmerkungen versehen. 8. Auflage. Velhagen & Klasing, Bielefeld/Leipzig 1881, Seite 35, Anmerkung 3 (Google Books, abgerufen am 15. Januar 2026).
  4. Heinrich Freiherr von Maltzan: Meine Wallfahrt nach Mekka. Zweiter Band, Dyksche Buchhandlung, Leipzig 1865, Seite 314 (Google Books, abgerufen am 15. Januar 2026).
  5. Joseph Hell: Die Kultur der Araber. 1. Auflage. Antigonos, Frankfurt 2025, ISBN 978-3-56393-216-2, Seite 79 (unveränderter Nachdruck der Ausgabe: Quelle & Meyer, Leipzig 1909, Google Books, abgerufen am 15. Januar 2026).
  6. Maren Rüsch: Das Gottesbild im Koran. Eine Annäherung. 1. Auflage. GRIN, München 2010, ISBN 978-3-640-77698-6, Seite 3, DNB 1009191160 (Google Books, abgerufen am 15. Januar 2026).
  7. Johann Friedrichs: Gesichter des Islam. 3. Auflage. Books on Demand, Norderstedt 2017, ISBN 978-3-7448-0115-7, Seite 90, DNB 1129985601 (Google Books, abgerufen am 15. Januar 2026).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: mechanisch, mexikanisch