wünschen

wünschen (Deutsch)

Verb

Person Wortform
Präsens ichwünsche
duwünschst
wünscht
er, sie, eswünscht
Präteritum ichwünschte
Konjunktiv II ichwünschte
Imperativ Singularwünsche!
Pluralwünscht!
PerfektPartizip IIHilfsverb
gewünscht haben
Alle weiteren Formen: Flexion:wünschen

Anmerkung zur Konjugation:

Die konjugierte Form „du wünscht“ ist in Österreich zulässig, da gemäß dem Österreichischen Wörterbuch (ÖWB) bei Verben mit dem Stammauslaut …sch „auch die Endung -t (ohne vorangehendes s) korrekt“ ist (siehe im Anhang des ÖWBs unter „Konjugation der Verben (Zeitwörter)“, Punkt 1.4 „Stammauslaut“ der Punkt 1.4.4[1]). Diese Verbform wird jedoch auch im gesamten deutschen Sprachgebiet umgangssprachlich verwendet.

Worttrennung:

wün·schen, Präteritum: wünsch·te, Partizip II: ge·wünscht

Aussprache:

IPA: [ˈvʏnʃn̩]
Hörbeispiele:  wünschen (Info),  wünschen (Österreich) (Info)
Reime: -ʏnʃn̩

Bedeutungen:

[1] etwas ersehnen, erhoffen
[2] etwas höflich fordern, verlangen
[3] jemandem mitteilen, dass man etwas für ihn erhofft

Herkunft:

althochdeutsch wunsken, mittelhochdeutsch wünschen; wohl Ableitung vom Nomen Wunsch.[2]

Synonyme:

[1] anstreben, anvisieren, brennen, den Wunsch haben, (sich) erhoffen, erpicht sein, erstreben, sich erträumen, fiebern, herbeisehnen, Sehnsucht haben, streben, träumen, versessen sein, wollen, sich zum Ziel setzen
[1] gehoben: begehren, den Wunsch hegen, ersehnen, gelüsten, gieren, hungern, lechzen, schmachten, sinnen, trachten, verlangen, Verlangen haben, sich verzehren
[2] bestehen auf, bitten, dringen auf, sich ausbedingen, sich ausbitten
[2] gehoben: erbitten, ersuchen
bildungssprachlich: insistieren, postulieren, reklamieren
dichterisch: dürsten
umgangssprachlich: heiß/scharf/wild sein auf
umgangssprachlich, besonders Jugendsprache: Bock haben

Unterbegriffe:

[1] erwünschen, fortwünschen, gewünscht, herbeiwünschen, rückwünschen, verwünschen, wegwünschen, zurückwünschen

Beispiele:

[1] Sie wünscht sich ein Kind.
[1] Du wünscht dir aber einen vernünftigen Rat, was du heute tun sollst.[3]
[1, 2] Ich wünsche, nicht gestört zu werden.
[2] Es ist allerdings zu wünschen, daß der Juristentag im Jahre 2000 auch für die Einzelklage dem Gesetzgeber Wege zu einer sachgerechten Begrenzung des Kostenrisikos aufzeigt.[4]
[2] Was wünschen Sie?
[3] Er wünschte ihm ein frohes neues Jahr.

Redewendungen:

etwas von Herzen wünschen
jemanden etwas an den Hals wünschen
jemanden zum Teufel wünschen
zu wünschen übrig lassen

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] sich etwas wünschen
[2] etwas wünschen, ich wünsche, dass…
[3] jemand wünscht jemandem etwas

Wortbildungen:

Adjektiv: wünschbar
Konversionen: gewünscht, Wünschen (→ wünschenswert), wünschend

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „wünschen“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „wünschen“
[1–3] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „wünschen“
[1–3] Duden online „wünschen“
[1] wissen.de „wünschen“

Quellen:

  1. ↑ ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Vollständige Ausgabe mit dem amtlichen Regelwerk. Aktualisierte 44. Auflage. ÖBV, Wien 2025, ISBN 978-3-209-13686-2 (Bearbeitung: Stefan Dollinger et al.; Redaktion: Christiane M. Pabst, Magdalena Eybl-Vyhnanek), Seite 930
  2. ↑ Duden online „wünschen“
  3. ↑ Marcellus Johannes Hipke, Diam Pegasus: Das Wunschkästchen. Ein Roman über die Kunst des Wünschens und ihre Verwicklungen. BoD – Books on Demand, 2011, ISBN 9783842381643, Seite 35 (zitiert nach Google Books).
  4. ↑ Festschrift für Gerold Bezzenberger zum 70. Geburtstag, Gerold Bezzenberger, Harm Peter Westermann, Klaus Mock. Abgerufen am 23. Dezember 2015.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Hündchen, tünchen, Wunsch, wünschend