Tiefwerder Wiesen
Landschaftsschutzgebiet Tiefwerder-Wiesen | ||
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Bohlensteg durch die Tiefwerder Wiesen | ||
Geographische Lage | Berliner Havel-/Spreetalniederung | |
Zuflüsse | Havel | |
Abfluss | Havelaltarme → Stößensee → Havel | |
Orte am Ufer | Tiefwerder | |
Ufernaher Ort | Berlin-Spandau, Berlin-Charlottenburg | |
Daten | ||
Koordinaten | 52° 30′ 59″ N, 13° 12′ 27″ O | |
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Höhe über Meeresspiegel | etwa 30 m | |
Fläche | 66,7 ha (gesamtes Schutzgebiet) | |
Länge | etwa 1.600 m (gesamtes Schutzgebiet) | |
Breite | etwa 900 m (gesamtes Schutzgebiet) | |
Maximale Tiefe | etwa 1 m | |
Besonderheiten |
Natürliches Überschwemmungsgebiet, Hechtlaichgebiet |
Die Tiefwerder-Wiesen sind ein Rest der ehemaligen Auenlandschaft in der Havel-/Spreetalniederung auf dem Berliner Tiefwerder und im Niederungsbereich der Flusshalbinsel Pichelswerder im Ortsteil Wilhelmstadt des Bezirks Spandau. Die Feuchtwiesen sind von Altarmen der Havel durchzogen und stehen seit 1960 mit einer Fläche von 66,7 ha als Landschaftsschutzgebiet (LSG) unter Schutz. Im LSG liegt der Faule See, der aus einem Havelaltarm hervorgegangen ist.
Das natürliche Überschwemmungsgebiet ist das letzte Berliner Hecht-Laichgebiet. Durch das Absinken des Havelwasserstandes hat sich die Zugänglichkeit der Wiesen für die Hechte seit 1990 bereits dramatisch verschlechtert. Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 17, dessen Realisierung ein weiteres Absinken des Wasserstandes zur Folge hätte, bedroht das Biotop zusätzlich. Auf den seggengeprägten Feuchtwiesen wachsen in Berlin gefährdete Arten wie die Blasen-Segge. Das LSG ist ein wichtiges innerstädtisches Bindeglied im Biotopverbund Havel. Der Fluss dient beispielsweise als Flugleitbahn für Fledermäuse und als Wanderleitlinie für den in Berlin wieder heimischen Biber. Das Land Berlin prüft seit 2007 die Ausweitung des Schutzstatus zum Naturschutzgebiet.