Sterbehilfe

Sterbehilfe bezeichnet verschiedene Maßnahmen, die das Lebensende einer Person beeinflussen. So kann Sterbehilfe die Bedeutung von Sterbebegleitung (Hilfe im Sterben, Sterbebeistand) haben. Der Begriff umfasst zudem häufig das Töten oder das Sterbenlassen durch Therapieverzicht von schwer Kranken oder sterbenden Menschen aufgrund ihres eigenen ausdrücklichen oder mutmaßlichen Verlangens. Die ethische Beurteilung der Sterbehilfe ist Gegenstand vielfältiger Diskussionen. Dabei werden im Wesentlichen vier Formen unterschieden:

Die Begriffe Sterbehilfe und Euthanasie werden in anderen Sprachen zum Teil gleichbedeutend verwendet. In Deutschland wird die Bezeichnung Euthanasie wegen des euphemistischen Gebrauchs dieses Wortes als Verschleierung für die Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus weitgehend vermieden.

  1. Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (2025): Im Blickpunkt: Sterbehilfe. URL: www.drze.de, abgerufen am 18. Mai 2025.
  2. Vgl. etwa Giovanni Maio: Wie lässt sich der Therapieverzicht ethisch begründen? Argumentationsstrukturen im Umgang mit einem anhaltenden Problem der modernen Medizin. In: Anästhesiologie Intensivmedizin Notfallmedizin Schmerztherapie. Jahrgang 36, Nr. 5, Mai 2001, S. 282–289.
  3. Gisela Klinkhammer: Lexikon: Sterbehilfe In: Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung (Hrsg.): Deutsches Ärzteblatt, 102. Jg., Nr. 5/2005: A-312/B-260/C-244. Abgerufen am 1. März 2020.
  4. Vgl. etwa Albin Eser (Hrsg.): Suizid und Euthanasie als human- und sozialwissenschaftliches Problem. Enke, Stuttgart 1976; und W. H. Wehkamp: Sterben und Töten. Euthanasie aus der Sicht deutscher Ärztinnen und Ärzte. Ergebnisse einer empirischen Studie (= Berliner Medizinethische Schriften. Heft 23). Humanitas-Verlag, Dortmund 1998.