Åkermanit
| Åkermanit | |
|---|---|
| Åkermanit-Kristalle mit einer Kantenlänge von mehr als 0,8 mm vom Monte Somma, Kampanien, Italien | |
| Allgemeines und Klassifikation | |
| IMA-Symbol |
Åk |
| Chemische Formel |
|
| Mineralklasse (und ggf. Abteilung) |
Silikate und Germanate |
| System-Nummer nach Strunz (8. Aufl.) Lapis-Systematik (nach Strunz und Weiß) Strunz (9. Aufl.) Dana |
VIII/B.02 VIII/C.02-010 9.BB.10 55.04.01.01 |
| Kristallographische Daten | |
| Kristallsystem | tetragonal |
| Kristallklasse; Symbol | tetragonal-skalenoedrisch; 42m |
| Raumgruppe | P421m (Nr. 113) |
| Gitterparameter | a = 7,84 Å; c = 5,01 Å |
| Formeleinheiten | Z = 2 |
| Zwillingsbildung | Durchkreuzungszwillinge nach {100} und {001} |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mohshärte | 5 bis 6 |
| Dichte (g/cm3) | gemessen: 2,944; berechnet: 2,922 |
| Spaltbarkeit | deutlich nach {001}, undeutlich nach {110} |
| Bruch; Tenazität | uneben bis muschelig |
| Farbe | farblos, gelblichgrau, grün, braun; in dünnen Schichten farblos bis gelb |
| Strichfarbe | Bitte ergänzen |
| Transparenz | durchsichtig bis durchscheinend |
| Glanz | Glasglanz bis Harzglanz |
| Kristalloptik | |
| Brechungsindizes | nω = 1,632 nε = 1,640 |
| Doppelbrechung | δ = 0,008 |
| Optischer Charakter | einachsig positiv |
| Weitere Eigenschaften | |
| Besondere Merkmale | neigt zur Zersetzung |
Åkermanit ist ein in der Natur selten, in Eisenhüttenschlacken aber häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Silikate und Germanate“ mit der chemischen Zusammensetzung Ca2Mg[4][Si2O7]. Åkermanit ist damit chemisch gesehen ein Calcium-Magnesium-Silikat, das strukturell Åkermanit zu den Gruppensilikaten gehört.
Åkermanit kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem und entwickelt meist dünntafelige bis kurzprismatische Kristalle und Durchkreuzungszwillinge, kommt aber auch in Form körniger bis massiger Mineral-Aggregate vor. In reiner Form ist er farblos und durchsichtig. Durch vielfache Lichtbrechung aufgrund von Gitterfehlern oder polykristalliner Ausbildung kann er aber auch weiß erscheinen und durch Fremdbeimengungen eine gelblichgraue, grüne oder braune Farbe annehmen, wobei die Transparenz entsprechend abnimmt.
Mit Gehlenit (Ca2Al[4][AlSiO7]) bildet Åkermanit eine lückenlose Mischkristall-Reihe, wobei zwischen den beiden Endgliedern eine gekoppelte Substitution von Al3+Al3+ durch Mg2+Si4+ stattfindet. Zusätzlich können Anteile des Calciums durch Natrium und Kalium, Magnesium durch zweiwertiges Eisen und Aluminium durch dreiwertiges Eisen ersetzt sein.