(1941) Wild
| Asteroid (1941) Wild | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Hauptgürtelasteroid |
| Große Halbachse | 3,958 AE |
| Exzentrizität | 0,289 |
| Perihel – Aphel | 2,815 AE – 5,101 AE |
| Neigung der Bahnebene | 3,957° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 60,4° |
| Argument der Periapsis | 303,1° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 14. Februar 2027 |
| Siderische Umlaufperiode | 7 a 319 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 14,66 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 17,1 km ± 0,3 km |
| Albedo | 0,15 |
| Rotationsperiode | 2 d 1 h |
| Absolute Helligkeit | 11,9 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Karl Wilhelm Reinmuth |
| Datum der Entdeckung | 6. Oktober 1931 |
| Andere Bezeichnung | 1915 UA, 1931 TN1, 1971 SO1 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(1941) Wild ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 6. Oktober 1931 vom deutschen Astronomen Karl Wilhelm Reinmuth an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl bei einer Helligkeit von 14,4 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er am gleichen Ort bereits am 17. Oktober 1915 fotografiert worden war.
Der Asteroid ist benannt zu Ehren des Schweizer Astronomen Paul Wild vom Astronomischen Institut der Universität Bern, dessen Hauptarbeit die Entdeckung und Beobachtung von Supernovae in anderen Galaxien umfasst. Sein Programm hat auch zur Entdeckung von Kometen und Kleinplaneten geführt, von denen er einige später aufgrund seiner eigenen, unveröffentlichten Bahnbestimmungen wiedergefunden hat.
(1941) Wild wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne. Durch die große Exzentrizität seiner Umlaufbahn ist (1941) Wild am sonnenfernsten Punkt (Aphel) seiner Bahn derzeit weiter von der Sonne entfernt als Jupiter in seinem sonnennächsten Punkt (Perihel), der Asteroid ist damit ein Jupiterbahnstreifer. Dieser Zustand, der seit etwa 1000 Jahren besteht, wird noch etwa für weitere 750 Jahre anhalten. Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (1941) Wild immer wieder zwischen 0,35 und 0,47 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,95 AE (291 Mio. km). Aufgrund seiner Bahneigenschaften wird (1941) Wild zur Schubart-Familie gezählt.
- ↑ C. E. Spratt: The Hilda group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 83, 1989, S. 393–404, bibcode:1989JRASC..83..393S (PDF; 173 kB).
- ↑ A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (englisch).