(2035) Stearns

Asteroid
(2035) Stearns
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 5. Mai 2025 (JD 2.460.800,5)
Orbittyp Marsbahngrazer
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 1,884 AE
Exzentrizität 0,132
Perihel – Aphel 1,636 AE  2,132 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 27,755°
Länge des aufsteigenden Knotens 77,0°
Argument der Periapsis 200,6°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 6. Januar 2025
Siderische Umlaufperiode 2 a 214 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 21,61 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 4,8 km ± 0,5 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,65
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 3 d 21 h
Absolute Helligkeit 12,4 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
E
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Xe
Geschichte
Entdecker James B. Gibson
Datum der Entdeckung 21. September 1973
Andere Bezeichnung 1973 SC, 1973 UG
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(2035) Stearns ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 21. September 1973 vom US-amerikanischen Astronomen James B. Gibson am El Leoncito Observatory in Argentinien bei einer Helligkeit von 15 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte der Asteroid bereits auf Aufnahmen gefunden werden, die am 28. Januar 1954 am Palomar-Observatorium in Kalifornien gemacht worden waren.

Der Asteroid wurde nach dem US-amerikanischen Astronomen Carl Leo Stearns (1892–1972) benannt, Professor für Astronomie an der Wesleyan University in Connecticut und zweiter Direktor des Van Vleck Observatory. Seine Hauptforschung bestand in der Bestimmung von mehr als 200 trigonometrischen Parallaxen. Er nahm auch an der weltweiten Eros-Kampagne im Jahr 1931 teil, bei der die Astronomische Einheit durch Messung der Parallaxe dieses Asteroiden bei seiner starken Annäherung an die Erde mit hoher Präzision bestimmt wurde. Er ist aber vielleicht am besten als Entdecker des Kometen C/1927 E1 (Stearns) bekannt, der lange Zeit den Rekord für die maximale heliozentrische Entfernung hielt, in der ein Komet beobachtet wurde.

Aufgrund seiner Bahneigenschaften gilt (2035) Stearns als Mitglied der Hungaria-Gruppe und bewegt sich noch innerhalb des Hauptgürtels i. e. S. im Bereich einer stabilisierenden 9:2-Bahnresonanz mit Jupiter. Die Bahn des Asteroiden besitzt außerdem eine Periheldistanz (sonnennächster Punkt), die größer ist als das Perihel, aber kleiner als das Aphel (sonnenfernster Punkt) des Mars. Er wird daher zu den Marsbahngrazern gezählt. Durch die Schrägstellung der Bahn des Asteroiden gegenüber der Marsbahn können sich die beiden Himmelskörper derzeit aber nicht näher kommen als bis auf etwa 24,6 Mio. km (0,16 AE). (2035) Stearns bleibt in seiner derzeitigen 8:11-Bahnresonanz mit Mars wahrscheinlich stabil für die nächsten 30 Mio. Jahre, grundsätzlich ist eine solche Bahnform aber chaotisch.

  1. C. E. Spratt: The Hungaria group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 84, 1990, S. 123–131, bibcode:1990JRASC..84..123S (PDF; 137 kB).
  2. F. M. McEachern, M. Ćuk, S. T. Stewart: Dynamical evolution of the Hungaria asteroids. In: Icarus. Band 210, Nr. 2, 2010, S. 644–654, doi:10.1016/j.icarus.2010.08.003 (PDF; 1,77 MB).