(579) Sidonia
| Asteroid (579) Sidonia | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 3,012 AE |
| Exzentrizität | 0,076 |
| Perihel – Aphel | 2,782 AE – 3,241 AE |
| Neigung der Bahnebene | 11,017° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 82,6° |
| Argument der Periapsis | 229,1° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 14. September 2024 |
| Siderische Umlaufperiode | 5 a 83 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 17,14 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 85,6 km ± 2,2 km |
| Albedo | 0,17 |
| Rotationsperiode | 16 h 17 min |
| Absolute Helligkeit | 8,0 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
S |
| Spektralklasse (nach SMASSII) |
K |
| Geschichte | |
| Entdecker | August Kopff |
| Datum der Entdeckung | 3. November 1905 |
| Andere Bezeichnung | 1905 VK |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(579) Sidonia ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 3. November 1905 vom deutschen Astronomen August Kopff an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 11,5 mag entdeckt wurde.
Der Asteroid ist benannt nach einer Figur aus der Oper Armide (komponiert 1777) des deutschen Komponisten Christoph Willibald Gluck (1714–1787), die auf Torquato Tassos (1544–1595) Epos Das befreite Jerusalem basiert.
Im Juli 1913 bestand das Astronomische Rechen-Institut darauf, mehrere noch namenlose Asteroiden zu benennen, um mögliche Fehler zu vermeiden. Fritz Cohn stellte fest: „Seit längerer Zeit hat eine regelmäßige Benennung der Kleinen Planeten nicht mehr stattgefunden. Die Unbequemlichkeit und Möglichkeit von Verwechslungen… gab den Anlaß zu einer an die Entdecker gerichteten Aufforderung, wenigstens die Planeten bis zur Nr. 700 benennen zu wollen. Eine ihnen zugesandte Vorschlagsliste enthielt in üblicher Art weibliche Vornamen, insbesondere aus Mythologie und Geschichte. Nach verschiedenen Abänderungsvorschlägen seitens der Herren Götz, Helffrich, Kopff und Lohnert sind die folgenden Namen vereinbart worden: …“ Es folgt eine Liste mit 108 Namen zwischen (570) und (727). Eine Untersuchung zeigt, dass offensichtlich viele Namen nach den beiden Buchstaben der vorläufigen Bezeichnung der Asteroiden ausgewählt wurden. Für etwa 30 von ihnen besteht auf diese Weise eine starke Korrelation, was eine statistische Signifikanz aufzeigt. Die vorläufige Bezeichnung für (579) Sidonia war 1905 SD.
Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (579) Sidonia zur Eos-Familie gezählt.
- ↑ F. Cohn: Benennung Kleiner Planeten. In: Astronomische Nachrichten. Band 196, Nr. 4688, 1913, Sp. 137–140, doi:10.1002/asna.19131961003 (PDF; 231 kB).