(761) Brendelia
| Asteroid (761) Brendelia | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,863 AE |
| Exzentrizität | 0,062 |
| Perihel – Aphel | 2,686 AE – 3,039 AE |
| Neigung der Bahnebene | 2,155° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 23,7° |
| Argument der Periapsis | 298,7° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 24. September 2024 |
| Siderische Umlaufperiode | 4 a 308 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 17,59 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 20,8 km ± 0,3 km |
| Albedo | 0,16 |
| Rotationsperiode | 2 d 10 h |
| Absolute Helligkeit | 10,9 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
SC |
| Geschichte | |
| Entdecker | Franz Kaiser |
| Datum der Entdeckung | 8. September 1913 |
| Andere Bezeichnung | 1904 VE, 1913 RE, 1940 EM, 1966 QF |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(761) Brendelia ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 8. September 1913 vom deutschen Astronomen Franz Kaiser an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er am gleichen Ort bereits am 13. und 15. November 1904 fotografiert worden war. Es handelt sich wahrscheinlich um ein Doppelasteroidensystem aus zwei ähnlich großen Komponenten.
Der Asteroid wurde 1922 vom Entdecker benannt zu Ehren von Martin Brendel (1862–1939), Leiter der Sternwarte des Physikalischen Vereins in Frankfurt am Main und zu jener Zeit Direktor des Planeten-Instituts der Universität Frankfurt, in Anbetracht seiner Verdienste um die Theorie der Kleinen Planeten. Brendel selbst wählte dafür unter den von Kaiser entdeckten, aber noch unbenannten Asteroiden denjenigen mit der geringsten Bahnneigung aus.
(761) Brendelia ist eines der größeren Mitglieder der Koronis-Familie, einer sehr zahlreichen Gruppe von Asteroiden, die durch eine kollisionsbedingte Zerstörung des Vorgängerkörpers von (158) Koronis entstanden.
- ↑ Red.: Benennung von Kleinen Planeten. In: Astronomische Nachrichten. Band 215, Nr. 5160, 1922, Sp. 471–472, doi:10.1002/asna.19212152407.