Adalet ve Kalkınma Partisi
| Adalet ve Kalkınma Partisi | |
|---|---|
| Parteivorsitzender | Recep Tayyip Erdoğan |
| Generalsekretär | Eyyüp Kadir İnan |
| Sprecher | Ömer Çelik |
| Gründung | 14. August 2001 |
| Gründungsort | Ankara |
| Hauptsitz | Söğütözü Caddesi No: 6 Çankaya, Ankara |
| Ausrichtung | Nationalkonservatismus Rechtspopulismus Neoosmanismus Euroskeptizismus Illiberalismus Historisch: Liberal-Konservatismus Wirtschaftsliberalismus Pro-Europäismus |
| Farbe(n) | orange, weiß |
| Jugendorganisation | AK Gençlik |
| Sitze Große Nationalversammlung | 264 / 600 (44,0 %) |
| Sitze Provinzräte | 592 / 1282 (46,2 %) |
| Oberbürgermeister | 24 / 81 (29,6 %) |
| Mitgliederzahl | 11.040.139 (Mai 2022) |
| Frauenanteil | 18,56 % (im Parlament) |
| Europapartei | keine Allianz der Konservativen und Reformer in Europa (2014–2018) Europäische Volkspartei (bis 2014) |
| Website | akparti.org.tr |
Die Adalet ve Kalkınma Partisi (offizielle Kurzbezeichnung AK Parti, inoffiziell oft einfach AKP), türkisch für Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (oder „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“), ist eine rechtspopulistische und neoosmanische politische Partei in der Türkei. Sie war bei ihrer Gründung 2001 nach eigener Programmatik konservativ-demokratisch ausgerichtet und lehnte trotz entsprechender Wahrnehmung eine Klassifizierung als „muslimisch-demokratisch“ ab. Beobachtern zufolge führt die Regierung der AKP unter Recep Tayyip Erdoğan jedoch zu einer stärkeren Reislamisierung der Gesellschaft in der Türkei. Der Partei wird zur Last gelegt, das Land mit einem immer stärker werdenden Autoritarismus zu regieren. Sie gilt seit den 2010er Jahren als enger Verbündeter der Moslembruderschaft.
Die AKP ist mit 288 Abgeordneten (Stand 21. August 2021) die stärkste Fraktion im türkischen Parlament. Sie ist in allen 81 Provinzverbänden organisiert, seit 2018 ist die AKP im Wahlbündnis „Volksallianz“ mit der rechtsextremen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), mit der sie die Mehrheit im Parlament stellt. Ihr Wahlspruch lautet „Die Türkei ist bereit, das Ziel: 2023“ (Türkiye hazır, hedef 2023).
- ↑ AK Parti yarın 7 yaşında. In: cnnturk.com. CNN Türk, 13. August 2008, S. 1, abgerufen am 18. März 2009 (türkisch).
- ↑ Garry Hindle, Staffan Lindberg: New Global Data on Political Parties: V-Party. (PDF) V-Dem Institute, 2020, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 24. Oktober 2021; abgerufen am 20. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Aktuelle Mitgliederzahlen. Abgerufen am 21. September 2021.
- ↑ Roy Karadag, André Bank: Die politische Ökonomie regionaler Macht. Die Türkei unter der AKP. In: Die großen Schwellenländer: Ursachen und Folgen ihres Aufstiegs in der Weltwirtschaft. Springer VS, Wiesbaden 2014, S. 249.
Heinz Kramer: Türkei. Aufsteiger am Rande Europas. In: Außenpolitik in der Wirtschafts- und Finanzkrise. Oldenbourg Verlag, München 2012, S. 246.
Bülent Küçük: Die Türkei und das andere Europa. Phantasmen der Identität im Beitrittsdiskurs. Transcript Verlag, Bielefeld 2008, S. 95.
Udo Steinbach: Geschichte der Türkei. 4. Auflage, C.H. Beck, München 2007, S. 90.
Hakan Yılmaz: Euroskeptizismus in der Türkei. Parteien, Eliten und öffentliche Meinung. In: Die Türkei und Europa. Lit Verlag, Hamburg 2007, S. 217. - ↑ Yalçın Akdoğan: The Meaning of Conservative Democratic Identity. In: M. Hakan Yavuz (Hrsg.): The Emergence of a New Turkey. Democracy and the AK Parti. University of Utah Press 2006, S. 54.
- ↑ Sultan Tepe: A Pro-Islamic Party? Promises and Limits. In: M. Hakan Yavuz (Hrsg.): The Emergence of a New Turkey. Democracy and the AK Parti. University of Utah Press 2006, S. 118.
- ↑ Charlotte Joppien: Die türkische Adalet ve Kalkinma Partisi (AKP) – Eine Untersuchung des Programms „Muhafazakar Demokrasi“; Studien zum Modernen Orient. Hrsg.: Gerd Winkelhane; Seiten: 101, 103, 111 f.
- ↑ Human Rights Watch: Türkei wird zunehmend autoritär. In: Die Presse. 29. September 2014 (diepresse.com [abgerufen am 3. November 2017]).
- ↑ Moritz Baumstieger, Christiane Schlötzer: Erdoğans extreme Freunde. In: sueddeutsche.de. 18. August 2016, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 5. November 2018]).
- ↑ http://www.akparti.org.tr/site/foto/9500/tuerkiye-hazr-hedef-2023