Adam Qadmon
Adam Qadmon, auch Adam Kadmon (hebräisch אָדָם קַדְמוֹן ‚ursprünglicher Mensch‘, eigentlich hebräisch הָאָדָם ha-Adam, deutsch ‚der Mensch, der von rötlicher Erde gebildet ist‘), wird nach der Kabbala und Aggada als Urbild des Menschen verstanden. Sein Abbild ist der irdische Mensch. Der irdische Mensch aber verlor die drei Weisheiten, die Adam Qadmon an die Seite Gottes stellen, nämlich die Weisheit, Herrlichkeit und Unsterblichkeit. Das ‚Konzept des Adam Qadmon‘ stammt in seiner konsistenten Form aus der Lurianische Kabbala, die im 16. Jahrhundert von dem Kabbalisten Isaac Luria und seinen Schülern ausgearbeitet wurde.
In der Geschichte der Mystik führte die Figur „Adam Qadmon“ oft zu Betrachtungen eines Schemas über den Zustand des Menschen, wie er am Anfang war und wie er am Ende sein soll.
- ↑ auch Adam Elyon (hebräisch אָדָם עֶלִיוֹן ʾāḏām ʿelyōn), „der (höchste) Mensch“ steht für einen generischen Begriffs für „Menschheit“ oder „den Menschen“ und nicht für ein namentragendes spezifisches Individuum.
- ↑ siehe auch Isaak Luria und Lehren zur Schöpfung und Erlösung