Akromikrie
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q79.8 | Sonstige angeborene Fehlbildungen des Muskel-Skelett-Systems |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Die Akromikrie, von altgriechisch ἄκρος akros, deutsch ‚äußerst‘ und altgriech. altgriechisch μικρός mikrós, deutsch ‚klein, eng‘, bezeichnet eine sehr seltene angeborene Veränderung mit abnormal kleinen Akren und von Teilen des Skelettsystems, also kleines Gesicht und kleine Hände. Das Gegenteil wird als Akromegalie bezeichnet.
Die Bezeichnung wird heute nicht mehr für ein eigenständiges Krankheitsbild, sondern für ein Symptom verwendet.
Eine Akromikrie kommt im Rahmen folgender Syndrome vor:
- Akrogerie Gottron
- Akromikrische Dysplasie
- Geleophysischer Kleinwuchs
- Lundberg-Syndrom
- Prader-Willi-Syndrom
- Hutchinson-Gilford-Syndrom
- Rothmund-Thomson-Syndrom
- Scholte-Syndrom
ferner beim Armfield-Syndrom und beim (nicht anerkannten) Brugsch-Syndrom.
- ↑ Akromikrie. In: Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266., aktualisierte Auflage. de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033997-0.
- ↑ Eintrag zu Akromikrie im Flexikon, einem Wiki der Firma DocCheck
- ↑ Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.