Ar-Raqqa

الرقة
ar-Raqqa
ar-Raqqa
Koordinaten 35° 57′ N, 39° 1′ O
Basisdaten
Staat Syrien
Gouvernement ar-Raqqa
Höhe 245 m
Einwohner 200.268 (2010)
Geschäftszentrum nördlich des Uhrturms

Ar-Raqqa (arabisch الرقة, auch ar-Raqqah, Rakka, kurdisch Reqa, türkisch Rakka) ist die Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements am mittleren Euphrat im Norden von Syrien. Die heutige Stadt ist eine Neugründung vom Anfang des 20. Jahrhunderts an der Stelle einer am Anfang des 8. Jahrhunderts angelegten abbasidischen Stadt. Für 2010 wurden 200.268 Einwohner berechnet.

Vor Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs betrug die Bevölkerungsanzahl geschätzt 277.300, seitdem ist sie durch den Flüchtlingszustrom rasant angewachsen. Mitte 2013 wurde die Stadt von den Organisationen al-Nusra-Front und Islamischer Staat (IS, vormals ISIS) durch die Vertreibung der Freien Syrischen Armee eingenommen. Sie galt als die größte Stadt unter der Kontrolle des Islamischen Staats und wurde als deren inoffizielle Hauptstadt bezeichnet. Dies galt, bis 2014 die IS-Milizen die Stadt Mossul, im Irak, eroberten, welche im Frühjahr 2017 von der irakischen Armee wieder zurückerobert wurde. Raqqa galt als Kommandozentrale und wichtigster militärischer Stützpunkt des IS, bis sie am 17. Oktober 2017 durch die Demokratischen Kräfte SDF, einer kurdisch-arabischen Miliz, zurückerobert wurde. Seither gilt Raqqa als die Hauptstadt der de facto autonomen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien.

  1. Barak Barfi, Aaron Y. Zelin: Al Qaeda’s Syrian Strategy. The Washington Institute, 10. Oktober 2013
  2. Rakka: Hochburg des "Islamischer Staats" von der SDF erobert. In: Der Spiegel. 17. Oktober 2017, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 9. Januar 2025]).
  3. Issio Ehrich: Kurden in Syrien: Sie haben alles zu verlieren. In: Die Zeit. 2. Januar 2025, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 9. Januar 2025]).