Transport radioaktiver Abfälle in Deutschland

Transporte radioaktiver Abfälle in Deutschland finden für die Aufbereitung und die Zwischenlagerung statt. Die Transporte werden regelmäßig von Demonstrationen begleitet. Darunter fallen insbesondere die Transporte abgebrannter Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken zur Wiederaufarbeitung ins Ausland (La Hague, Frankreich, oder Sellafield, Großbritannien), die Rücktransporte der bei der Wiederaufarbeitung angefallenen radioaktiven Abfälle aus den Wiederaufarbeitungsanlagen nach Deutschland zur Zwischenlagerung (zum Beispiel ins Zwischenlager Ahaus oder ins Brennelemente-Zwischenlager Gorleben) sowie Transporte mit schwach- und mittelaktiven Abfällen zu Konditionierungseinrichtungen und Zwischenlagern. Transporte von Kernbrennstoffen und Großquellen machen nur etwa 0,1 % der Transporte radioaktiver Stoffe aus. Bei den beförderten Kernbrennstoffen handelt es sich überwiegend um unbestrahlte Vorprodukte zur Brennelement-Herstellung, wie UF6 und UO2-Pellets/-Pulver, sowie Brennstäbe und gebrauchsfertige Brennelemente. Transporte radioaktiver Abfälle finden dagegen äußerst selten statt und haben nur einen verschwindend geringen Anteil am gesamten Transportaufkommen.

  1. BMUV: Beförderungsaufkommen. Abgerufen am 7. November 2024.