Bündnis Zukunft Österreich

Bündnis Zukunft Österreich
Parteivorsitzender Helmut Nikel
(in Kärnten)
Generalsekretär Karlheinz Klement
(in Kärnten)
Gründung 17. April 2005
Gründungsort Salzburg
Nationalratsmandate
0/183
Bundesratsmandate
0/60
Sitze in Landtagen
0/440
Staatliche Zuschüsse Keine (2014)
Mindestalter 16
Ausrichtung Rechtspopulismus
Nationalismus
EU-Skepsis
Sitze im Europäischen Parlament
0/19
Farbe Orange
Website bzoe-kaernten.at

Das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) war eine rechtspopulistische österreichische Partei. Sie wurde im April 2005 von Mitgliedern der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) um Jörg Haider gegründet. Bei den Nationalratswahlen 2006 und 2008 schaffte das BZÖ jeweils den Einzug ins Parlament, bei der Europawahl 2009 gelang auch der Einzug ins Europaparlament mit einem von insgesamt 19 Mandaten aus Österreich. Hingegen scheiterte die Partei bei der Nationalratswahl 2013 an der 4-%-Hürde. Das BZÖ war bis 2017 im Kärntner Landtag vertreten.

Auf Länder- und Gemeindeebene war die Partei – von Kärnten abgesehen – kaum vertreten. Im Dezember 2009 sagte sich die Kärntner Landesgruppe von der Mutterpartei los und kooperierte unter dem Namen Die Freiheitlichen in Kärnten (FPK) bis Juli 2013 mit der FPÖ, anschließend ging sie komplett in der FPÖ auf. Seit dem Tod Jörg Haiders am 11. Oktober 2008 hatte die Führungsspitze des BZÖ versucht, vermehrt wirtschaftsliberale Wähler anzusprechen. Parteivorsitzender (Bundesbündnisobmann) war von 2009 bis Oktober 2013 Josef Bucher. Nach seinem Rücktritt wurde Gerald Grosz zum neuen Bündnisobmann gewählt, dem am 30. März 2015 Johanna Trodt-Limpl folgte, die jedoch im Juli 2017 infolge interner Streitigkeiten aus der Landesgruppe Kärnten ausgeschlossen wurde. Auf ihre Funktion in der Bundespartei hatte das offiziell jedoch keinerlei Auswirkungen. Im Juli 2019 löste sich mit dem BZÖ Wien die letzte aktive Landesgruppe außerhalb Kärntens auf. Damit existiert das BZÖ nur noch als Kleinpartei in Kärnten. Landesobmann ist Helmut Nikel, Gemeinderat aus Grafenstein.

Bei der Nationalratswahl in Österreich 2019 plante das BZÖ laut dem Kärntner Generalsekretär Karlheinz Klement ein Comeback auf Bundesebene, doch stand es mangels Unterstützungserklärungen nur in Kärnten zur Wahl. Innerhalb Kärntens erreichte die Partei dabei 760 Stimmen (0,2 %).

  1. Neos erhalten fast fünf Millionen Euro Parteienförderung. derStandard.at, 4. Oktober 2013, abgerufen am 25. Februar 2015.
  2. Franz Walter: Im Herbst der Volksparteien? Aufstieg und Rückgang politischer Massenintegration. transcript Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-8376-1141-0, S. 87.
    Fritz Plasser, Peter Ulram: Wechselwahlen. Analysen zur Nationalratswahl 2006. Facultas, Wien 2008, S. 241.
    Die Neue Gesellschaft, Frankfurter Hefte, Band 54, Ausgaben 1–6
    Der Spiegel, Ausgaben 40–44
    Stephan Klecha, Clemens Wirries: Die CSU. Der lange Abschied von einem Mythos. In: Felix Butzlaff (Hrsg.): Patt oder Gezeitenwechsel? Deutschland 2009. Wiesbaden 2009.
  3. Grosz-Nachfolge: Landtagsmandatarin führt BZÖ. In: DiePresse.com. 31. März 2015, abgerufen am 5. Januar 2018.
  4. Das BZÖ verliert letzte Abgeordnete in einem Landtag. In: der Standard, 20. Juli 2017.
  5. Ermittlungen gegen Ex-BZÖ-Politiker abgeschlossen. Abgerufen am 13. April 2019.
  6. BZÖ Kärnten wollte Identitären-Chef Sellner als Spitzenkandidaten. 18. Juli 2019, abgerufen am 19. Juli 2019.
  7. Fabian Schmid: Das BZÖ will zur Nationalratswahl wiederauferstehen. 12. Juni 2019, abgerufen am 15. Juni 2019.
  8. Nationalratswahl 2019 - Ergebnis, Bundesministerium für Inneres