Freiheitliche Partei Österreichs

Freiheitliche Partei Österreichs
Bundesparteiobmann Herbert Kickl
Obmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner
Mario Kunasek
Harald Stefan
Marlene Svazek
Gernot Darmann
Udo Landbauer
Generalsekretär Michael Schnedlitz
Christian Hafenecker
Klubobmann Herbert Kickl
Bundesgeschäftsführer Hans Weixelbaum
Joachim Stampfer
Gründung 3. November 1955
Gründungsort Wien
Hauptsitz Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a
1080 Wien
Jugendorganisation Ring Freiheitlicher Jugend Österreich
Nationalratsmandate
57/183
Bundesratsmandate
16/60
Sitze in Landtagen
110/440
Staatliche Zuschüsse 48,7 Millionen Euro (2024)
Mitgliederzahl 60.000 nach eigenen Angaben (2017)
Ausrichtung Rechtspopulismus
Nationalismus
Deutschnationalismus
Rechtsextremismus
Nationalliberalismus
Wirtschaftsliberalismus
Nationalkonservatismus
EU-Skepsis
Sitze im Europäischen Parlament
6/20
Europapartei Patriots.eu
EP-Fraktion Patrioten für Europa
Farbe Blau
Website fpoe.at

Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) ist eine rechtspopulistische, deutschnationale, EU-skeptische und rechtsextreme Partei in Österreich, die im Nationalrat, in allen neun Landtagen und vielen Gemeinderäten vertreten ist. Sie bezeichnet sich als Vertreterin des Dritten Lagers und sieht sich selbst im Erbe des „nationalliberalen Wertesystems der bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848“. In vielen ihrer Aktionen ist laut der Gruppe „Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ ein klares Verhältnis zum Rechtsextremismus zu erkennen (siehe: Liste rechtsextremer und neonazistischer Vorfälle in der FPÖ).

Als Koalitionspartner war sie bisher in fünf Bundesregierungen vertreten (1983–1986, 1986–1987, 2000–2003, 2003–2005, 2017–2019), stellte dabei aber nie den Kanzler. Zuletzt beendete im Zuge der Ibiza-Affäre der damalige Bundeskanzler Sebastian Kurz im Mai 2019 die Regierungskoalition.

Derzeit ist die FPÖ in fünf Landesregierungen vertreten, wobei sie in der Steiermark mit Mario Kunasek den Landeshauptmann stellt und in den übrigen vier Bundesländern (Nieder- und Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg) kleiner Koalitionspartner der ÖVP ist.

  1. Parteienförderung stieg auf über Viertelmilliarde Euro. In: derstandard.at. 29. Dezember 2024, abgerufen am 25. Mai 2025.
  2. Martin Steinmüller-Schwarz: Zwischen Nutzen und Idealen. In: orf.at. 17. Juli 2017, abgerufen am 13. Juli 2025.
  3. 1 2 Franz Fallend, Fabian Habersack, Reinhard C. Heinisch: Rechtspopulismus in Österreich. Zur Entwicklung der Freiheitlichen Partei Österreichs. In: bpn.de. 17. August 2018, abgerufen am 15. Juli 2025.
  4. 1 2 Anton Pelinka: Die FPÖ im internationalen Vergleich – Zwischen Rechtspopulismus, Deutschnationalismus und Österreich-Patriotismus. In: Conflict & Communication Online. Band 1, Nr. 1. Regener, 2002, ISSN 1618-0747 (Volltext [PDF; 126 kB; abgerufen am 29. Juli 2025]).
  5. Rechtsextremes im „Handbuch Freiheitlicher Politik“. In: doew.at. Abgerufen am 8. August 2025.
  6. Owen Worth: The far-right and neoliberalism: willing partner or hegemonic opponent? In: Richard Saull et al. (Hrsg.): The Longue Durée of the Far-Right – An international historical sociology. Routledge, 2014, S. 157 (dabei steht neoliberalism im Englischen für Wirtschaftsliberalismus, vgl. Cambridge Dictionary, abgerufen am 18. März 2017).
  7. Wo stehen die Parteien in Österreich? (PDF) Eine Analyse der Parteiprogramme zur Nationalratswahl 2019. Friedrich-Ebert-Stiftung, S. 5, abgerufen am 5. Februar 2024.
  8. 1 2 Anton Maegerle: Modell Österreich: Die rechtspopulistische FPÖ. In: bpb.de. 4. Juni 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. Juli 2017; abgerufen am 28. Februar 2015.
  9. Wie rechtsextrem ist die FPÖ? In: oe1.orf.at. 8. April 2017, abgerufen am 16. April 2024.
  10. Hans von der Brelie: DÖW-Forscher Weidinger: „Die FPÖ ist rechtsextrem“. In: de.euronews.com. 23. September 2016, abgerufen am 16. April 2024.
  11. Wie radikal ist die FPÖ – und ist sie mit der AfD zu vergleichen? In: deutschlandfunk.de. 7. Januar 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025.
  12. OÖ-Wahl: Rechtsextremismus-Vorwurf an FPÖ. In: diepresse.com. 18. Juli 2009, abgerufen am 28. Februar 2015.