Bahnstrecke Salzwedel–Dannenberg

Salzwedel–Dannenberg Ost
Bahnhof Lüchow (1983)
Streckennummer (DB):6905
Kursbuchstrecke (DB):117a (1914)
117b (1925)
117c (1930)
187d (1934, 1937)
100b (Dannenberg West – Dannenberg Ost 1934)
186f (1939)
209d (1941)
209d (Bürgerholz – Dannenberg Ost 1946)
109h (1950–1970)
152 (1971–1975)
113 (seit 2005)
Streckenlänge:36,2 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
von Uelzen
von Oebisfelde
0,0 Salzwedel 20 m ü. NN
von Salzwedel Kleinbahnhof,
  von Diesdorf, von Badel
Salzwedel Gbf
nach Stendal, nach Wittenberge
2,5 (ehem. Überwerfung)
5,0 Bürgerholz 19 m ü. NN
6,13 Landesgrenze Sachsen-AnhaltNiedersachsen
6,5 B 248 19 m ü. NN
6,7 Lübbow 19 m ü. NN
8,9 Teplingen 18 m ü. NN
L 262 18 m ü. NN
10,6 Wustrow (Han) 18 m ü. NN
13,1 Jeetzel 18 m ü. NN
15,6 Lüchow Süd, LSE von Schmarsau
15,8 Lüchow 20 m ü. NN
16,9 Tarmitz 18 m ü. NN
18,3 Jeetzel 16 m ü. NN
20,3 Müggenburg 15 m ü. NN
20,4 Gollau 24 m ü. NN
22,9 Grabow (Kr Dannenberg) 14 m ü. NN
26,7 Jameln (Kr Dannenberg) 18 m ü. NN
30,0 Tramm 15 m ü. NN
31,1 Schaafhausen 14 m ü. NN
B 248 18 m ü. NN
B 191 18 m ü. NN
32,8 Jeetzel 15 m ü. NN
von Uelzen
33,3 Dannenberg West 15 m ü. NN
33,5 B 216 15 m ü. NN
34,3 Alte Jeetzel 13 m ü. NN
Wendlandbahn von Lüneburg
36,2 Dannenberg Ost 13 m ü. NN
nach Wittenberge

Die Bahnstrecke Salzwedel–Dannenberg (Jeetzeltalbahn oder Jeetzetalbahn, benannt nach der Jeetzel bzw. Jeetze) war eine Nebenbahn zwischen Salzwedel im nördlichen Sachsen-Anhalt und Dannenberg im östlichen Niedersachsen. Sie wurde 1891 von den Preußischen Staatseisenbahnen zuerst als Stichbahn Salzwedel–Lüchow gebaut und 1911 bis Dannenberg verlängert. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Strecke zwischen Salzwedel in der sowjetischen Besatzungszone und Lübbow in der britischen Zone unterbrochen. Der Personenverkehr bestand bis 1975, der Güterverkehr wurde bis Ende 1997 aufrechterhalten. Der noch vorhandene Jeetzeltalbahn genannte Abschnitt zwischen Wustrow und dem Bahnhof Dannenberg Ost befindet sich im Besitz der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE) und ist stillgelegt.

Die Stichbahn wurde in einer Zeit der intensiven Erschließung von Regionen abseits der Hauptbahnen gebaut und hat die Kreisstadt Lüchow an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Sie ermöglichte im damaligen Kreis Lüchow erstmals eine Teilhabe an der industriellen Revolution. Die Strecke bis Dannenberg erschloss entlang der Hauptbesiedlungslinie den Landkreis Lüchow-Dannenberg, bevor sie durch den aufkommenden motorisierten Individualverkehr langsam ihre Bedeutung verlor.

Der Streckenabschnitt zwischen dem Bahnhof Salzwedel und Wustrow ist stillgelegt und komplett abgetragen, bis auf ein kurzes Stück in Wustrow ist die Trasse nicht von Bahnbetriebszwecken freigestellt. Gleiches gilt für den Bereich von Wustrow nach Lüchow. Hier sind die Gleise allerdings noch vorhanden.

Der Förderverein Jeetze(l)talbahn e.V. setzt sich für die Reaktivierung der Strecke Salzwedel–Dannenberg als Teil einer Verbindung Lüneburg–Wolfsburg ein, um Wendland und Altmark wieder besser an das Eisenbahnnetz anzuschließen.

  1. Eisenbahninfrastruktur Gesamtübersicht. Stand: 1. Mai 2022. Deutsche Regionaleisenbahn Gruppe. (PDF; 496 KiB)
  2. Liste der stillgelegten (DB)-Strecken (seit 1. Januar 1994). Eisenbahn-Bundesamt. (XLS; 106 KiB (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive))
  3. Förderverein Jeetze(l)talbahn e.V. | Webseite des Vereins zur Förderung der Jeetze(l)talbahn zwischen Lüneburg, Dannenberg, Lüchow, Salzwedel, Oebisfelde und Wolfsburg. Abgerufen am 21. Januar 2025.