Bitterstoff

Strukturformeln einiger Bitterstoffe

Chinin
Ein Wirkstoff gegen Malaria

Humulon
Kommt in Hopfen und Bier vor

Cucurbitacin E
Gift in Gurkenpflanzen
und Kürbissen

Koffein
Stimulans in Kaffee und Tee

Die bitterste bekannte Substanz,
wird zum Vergällen von Ethanol
und anderen Produkten verwendet

Als Bitterstoffe werden alle chemischen Verbindungen bezeichnet, die durch Aktivierung von T2R (G-Protein-gekoppelter Rezeptor) einen bitteren Geschmack aufweisen. Sie können sowohl aus der Natur kommen als auch synthetisch hergestellt werden. Bitterstoffe sind keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich nur dadurch aus, dass sie bitter schmecken.

Bitterstoffe steigern reflektorisch die Magen- und Gallensaftsekretion und wirken daher appetitanregend und verdauungsfördernd. Viele sind allerdings giftig, sodass sie aus vielen Pflanzen herausgezüchtet wurden, um diese überhaupt genießbar zu machen.

  1. Udo Maid-Kohnert: Bitterstoffe. In: Lexikon der Ernährung in drei Bänden. 1. A bis Fettk. Spektrum akademischer Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8274-0444-4, S. 179.