Borderline-Persönlichkeitsstörung
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| F60.31 | Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 6D11.5/6D10.Z | Borderline-Muster [Persönlichkeitsstörung, Schweregrad nicht näher bezeichnet] |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) oder emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs ist eine psychische Erkrankung. Typisch für sie sind
- Impulsivität,
- instabile, aber intensive zwischenmenschliche Beziehungen,
- rasche Stimmungswechsel,
- ein schwankendes Selbstbild aufgrund von gestörter Selbstwahrnehmung.
Hinzu kommen oft selbstschädigendes Verhalten, Gefühle innerer Leere, Dissoziationserlebnisse und starke Angst vor dem Verlassenwerden. Situationen, die andere als normal empfinden, können Symptome der BPS auslösen.
Bei dieser Persönlichkeitsstörung sind Vorgänge im Fühlen, Denken und Handeln beeinträchtigt. Dies führt zu problematischen und teilweise paradox wirkenden Verhaltensweisen in sozialen Beziehungen und sich selbst gegenüber. Dadurch belastet die Erkrankung Betroffene wie auch Bezugspersonen oft erheblich und kann deren Lebensqualität stark reduzieren.
Die BPS tritt häufig gemeinsam mit weiteren psychischen Störungsbildern auf. Dazu zählen u. a. Depressionen, die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Essstörungen, andere Persönlichkeitsstörungen und Substanzmissbrauch.
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- ↑ Paul Emmelkamp: Personality Disorders. 2013, ISBN 978-1-317-83477-9, S. 54ff. Abschnitt Impairment.