Brandbegrenzungsdecke

Brandbegrenzungsdecken sind Brandschutzdecken, die speziell zur Eindämmung von Bränden von Elektrofahrzeugen angeboten werden. Sie bestehen aus speziellen hitzeresistenten Materialien, oft einem Glasfasergewebe mit einer Beschichtung, und können hohen Temperaturen standhalten.

Der Begriff Brandbegrenzungsdecke hat sich etabliert, da sich Brände von Fahrzeugbatterien oft nicht mit herkömmlichen Mitteln löschen lassen. Fahrzeugbatterien die beispielsweise Lithium-Ionen-Akkus enthalten, können auch ohne externe Sauerstoffzufuhr weiterbrennen. Brandschutzdecken begrenzen und kontrollieren die Auswirkungen eines Batteriebrandes, indem sie die Umgebung abschirmen. Herkömmliche Löschdecken sind demgegenüber dazu gedacht, Brände durch Ersticken zu löschen.

Bei verunfallten Elektrofahrzeugen, von denen ein Risiko der Selbstentzündung ausgeht, können präventiv eingesetzte Brandbegrenzungsdecken das Risiko von übergreifenden Brandschäden minimieren.

Brandbegrenzungsdecken müssen ausreichend groß, schwer und hitzebeständig sein, um auch schwierig einzudämmende Brände kontrollieren zu können.

Die vorgeschlagene DIN SPEC 91489 enthält Anforderungen an die chemische, thermische und mechanische Beständigkeit der Decke, an die Kennzeichnung der Decke, an die Herstellerinformationen für den Anwender sowie an den Prüfbericht. Im Anhang werden die vorgesehenen Prüfverfahren aufgeführt.

  1. Broschüre Brandbegrenzungsdecken (PDF-Datei). In: btl-brandschutz.de
  2. DIN SPEC 91489 - Anforderungen an Brandbegrenzungsdecken für den Einsatz bei Elektrofahrzeugen (PDF-Datei), ICS 13.220.99; 43.120, Text Deutsch und Englisch, November 2024
  3. Christian Goroncy: Geschäftsplan für ein DIN SPEC-Projekt nach dem PAS-Verfahren zum Thema „Anforderungen an Brandbegrenzungsdecken für den Einsatz bei Elektrofahrzeugen“ zur Erarbeitung der DIN SPEC 91489 (PDF-Datei), Deutsches Institut für Normung - DIN, 24.05.2023, Berlin.