Burgundischer Staat
| Burgundischer Staat | |||||
| État bourguignon (französisch) Bourgondische Rijk (niederländisch) | |||||
| 1384–1482 | |||||
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| Burgundisches Herrschaftsgebiet unter Karl dem Kühnen | |||||
| Amtssprache | Französisch, Niederländisch, Latein | ||||
| Staats- und Regierungsform | Personalunion | ||||
| Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef | Herzog von Burgund | ||||
| Einwohnerzahl | ca. 3 Mio. (15. Jahrhundert) | ||||
Der Burgundische Staat (französisch État bourguignon; niederländisch Bourgondische Rijk), auch bekannt als Burgundisches Reich, war eine aus mehreren Gebieten bestehende Monarchie, die vom späten 14. bis zum späten 15. Jahrhundert von den Herzögen von Burgund regiert wurde und letztlich nicht nur das Herzogtum und die Grafschaft Burgund, sondern auch die burgundischen Niederlande umfasste. Letztere, die im Laufe der Zeit Stück für Stück und größtenteils durch Erbschaft erworben wurden, waren aufgrund ihres Wohlstands ihre wichtigste Quelle für Reichtum und Ansehen. Die Herzöge waren Mitglieder des Hauses Valois-Burgund, einem Nebenzweig des französischen Königshauses Valois. Der Begriff „burgundischer Staat“ wurde von Historikern geprägt und war zu jener Zeit nicht gebräuchlich; das Staatswesen blieb eine Ansammlung separater Herzogtümer und Grafschaften in Personalunion unter dem Herzog von Burgund, bis zum Tod von Karl dem Kühnen 1477, der zu einem habsburgisch-französischen Konflikt um das burgundische Erbe führte.