Canapé

Canapés oder Kanapees (im 18. Jahrhundert von französisch canapé „Sofa“ in der ursprünglichen Bedeutung entlehnt, siehe Kanapee; in der übertragenen als „üppig belegte Brotscheibe“ vermutlich um 1900 aus dem Englischen), auch Schnittchen, in Österreich bzw. der Schweiz Brötchen oder Brödle, sind in der gehobenen Küche mundgerecht geschnittene Vorspeisen oder Appetithäppchen, die aus der klassischen französischen Küche stammen und die so klein sind, dass sie leicht in einem oder zwei Bissen zu essen sind. Canapés werden daher ohne Besteck serviert (Fingerfood) und gehören zu den Speisen, die traditionell bei Empfängen und Cocktail-Partys gereicht werden. Es handelt sich meist um belegte, in kleine Stücke geschnittene Brotscheiben. Traditionell werden sie mit in Scheiben geschnittenen Gewürzgurken, Silberzwiebeln und Petersilie garniert. Auch Radieschen werden gerne dazu gereicht.

Cocktailhappen und Sandwiches zählen nicht zu den Canapés.

  1. Food Timeline (englisch), abgerufen am 16. August 2014
  2. Kanapee, das. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, 5. Juli 2025, abgerufen am 29. September 2025.
  3. Gut aufgelegt mit Canapé-Rezepten. Archiviert vom Original am 21. April 2025; abgerufen am 22. Dezember 2025.
  4. Ronald M. Filkas: Brötchen, Semmel, Schrippe, Weck: Wie sage ich’s richtig? In: Setzfehler. 28. Februar 2017, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  5. Juliane Beier: Wecken, Semmel oder Brötchen? Wir erklären die Bezeichnungen. In: Bäckerei Eckert. 29. April 2024, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  6. they can be easily eaten in one or two bites by guests who are standing and holding drinks. In: Andrew F. Smith (Hrsg.): The Oxford Companion to American Food and Drink. Oxford University Press, Oxford 2007, S. 89.
  7. Stuttgarter Zeitung, Stuttgart Germany: Was sind „Canapés“? – Definition und Herkunft. Abgerufen am 8. Dezember 2022.
  8. Herrmann, F. Jürgen: Lehrbuch für Köche. Handwerk und Technik, Hamburg 1999, ISBN 3-582-40055-7, S. 280281.