Chephren

Namen von Chephren

Statue des Chephren; Ägyptisches Museum, Kairo
Horusname
User-ib
Wsr-jb
Mit starkem Willen
(Der an Herz Starke)
Nebtiname
User-em-nebti
Wsr-m-nb.tj
Stark durch die (/ mit den) beiden Herrinnen
Goldname

Netjer-nebu-sechem
Nṯr-nb.w-sḫm
Mächtiger Falke
Eigenname

Chafre
Ḫˁj=f Rˁ
Er erscheint, (nämlich) Re


Useribchafre
Wsr jb ḫˁj=f Rˁ
Mit starkem Willen, er erscheint, (nämlich) Re
Königspapyrus Turin (Nr.III./12)


…cha…
(stark beschädigt)
Königsliste von Abydos (Sethos I.) (Nr.23)

Eigenname: Chafre
Ḫˁj=f Rˁ
Er erscheint, (nämlich) Re
Königsliste von Sakkara (Nr.19)
Eigenname: Chafre
Ḫˁj=f Rˁ
Er erscheint, (nämlich) Re
Griechisch
Manetho-Varianten:



bei Eratosthenes:

Africanus: Souphis II.
Eusebius: fehlt
Eusebius, AV: fehlt

Saophis

Chafre oder Chaefre (griechisch Χεφρήν, Chephren [ˈçeːfʁɛn]) war der vierte König (Pharao) der altägyptischen 4. Dynastie im Alten Reich. Er herrschte etwa von 2570 bis 2530 v. Chr. Über seine Person und seine Regierungszeit existieren nur sehr wenige Zeugnisse. Bekannt ist er vor allem durch den Bau der zweiten Pyramide von Gizeh und durch zahlreiche, zum Teil hervorragend erhaltene Statuen, die in ihrer Umgebung gefunden wurden.

  1. In der 2. Auflage von 1999 des Handbuch der ägyptischen Königsnamen. schreibt Jürgen von Beckerath als Transkription Nṯr-nb.w-sḫm und gibt in den Hieroglyphen kein Netjer-Zeichen an. Die hieroglyphische Schreibung entnimmt er der Statue Kairo CG 14. Diese Transkription, die auch von Rainer Hannig in Die Sprache der Pharaonen. Großes Handwörterbuch Ägyptisch-Deutsch. und von Darrell D. Baker in The Encyclopedia of the Egyptian Pharaohs. übernommen wird, kommt offenbar dadurch zustande, dass Beckerath den Horus auf der Standarte als Nṯr liest. So auch bei Mykerinos, dessen Goldname er als Nṯr-nb.w-nṯrj angibt (vgleiche auch Userkaf, Sahure oder Raneferef). Thomas Schneider hingegen übersetzt den Namen als Mächtiger Falke. Somit liest Beckerath die gesamte Zeichenfolge als Einheit, Schneider hingegen sieht das Goldzeichen als Titulatur und nur das Sechem-Zepter und den Falken als eigentlichen Namen.
  2. Regierungsdauer 66 Jahre.
  1. Alan H. Gardiner: The royal canon of Turin. Griffith Institute, Oxford 1997, ISBN 0-900416-48-3, Bildtafel 2; Die hier von den sonst üblichen Syntax für Hieroboxen abweichende Darstellung des Eintrags im Turiner Papyrus ist auf den Umstand gemünzt, dass im Hieratischen offene Kartuschen zur Verwendung kamen. Das abwechselnde Mal-fehlen-mal-vorhandensein bestimmter Namenselemente ist auf Materialschäden im Papyrus zurückzuführen.
  2. Alan B. Lloyd: Herodotus, book II. (= Études préliminiaires aux religions orientales dans l'Empire romain.). Brill, Leiden 1975-76, S. 77ff.
  3. Jahreszahlen nach Schneider: Lexikon der Pharaonen. Düsseldorf 2002.