Christian Wulff
Christian Walter Wilhelm Wulff (* 19. Juni 1959 in Osnabrück) ist ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker (CDU). Er war seit Ende Juni 2010 der zehnte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland und trat im Februar 2012 im Zuge der Wulff-Affäre von diesem Amt zurück. Von dem dabei erhobenen Vorwurf der Vorteilsannahme wurde er 2014 gerichtlich freigesprochen. Von 2003 bis 2010 war Wulff Ministerpräsident des Landes Niedersachsen und von 1998 bis 2010 stellvertretender CDU-Vorsitzender.
Während seiner Amtszeit als Bundespräsident griff Wulff in die Debatte um das Buch Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin ein, welches die Integration von Muslimen in Deutschland behandelte. Er positionierte sich dahingehend, dass er betonte, dass der Islam zu Deutschland gehöre. Im Zuge der Eurokrise kritisierte Wulff den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB.
Als früherer Bundespräsident vertritt Wulff Deutschland beispielsweise bei ausländischen Staatsakten wie im Jahr 2017 bei der Beisetzung des thailändischen Königs Bhumibol oder im Jahr 2019 bei der Vereidigung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Er ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Deutschlandstiftung Integration, Präsident des Deutschen Chorverbandes sowie weiterer Organisationen im In- und Ausland.