Christine Riedtmann
Christine Riedtmann (* 27. Januar 1952) ist eine Schweizer Mathematikerin, die sich mit Algebra befasst. Sie ist seit 1991 Professorin an der Universität Bern.
Riedtmann studierte Mathematik, Physik und Astronomie an der Universität Basel und wurde 1978 an der Universität Zürich bei Pierre Gabriel promoviert (Algebren, die stabil aequivalent sind zu einer selbstinjektiven Nakayama-Algebra). Sie war Professorin in Bern und ist dort seit 2016 emeritiert.
Sie befasst sich mit der Darstellungstheorie von Algebren und Köchern (Quiver). Ende der 1970er befasste sie sich mit Algebren mit Darstellungen vom endlichen Typ (endliche Anzahl von Isomorphieklassen von unzerlegbaren Moduln), von denen angenommen wird, dass es für jede Dimension nur endlich viele gibt. Sie klassifizierte diese in Spezialfällen (zum Beispiel selbst-injektive Algebren).
2011/12 war sie Präsidentin der Schweizerischen Mathematischen Gesellschaft. Sie veröffentlichte auch über historische Mathematikerinnen in der Schweiz.
- ↑ Daniela Baumann: Frauen in der Welt der exakten Phantasie. ( vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive) In: unilink. November 2010, S. 7, abgerufen am 12. Oktober 2013.
- ↑ Christine Riedtmann im Mathematics Genealogy Project (englisch)
- ↑ Pierre Gabriel: Algèbres auto-injectives de représentation finie (d'après Ch. Riedtmann) ( vom 11. Juni 2015 im Internet Archive), Séminaire Bourbaki 545, 1979/1980
- ↑ Riedtmann, Wege von Frauen: Mathematikerinnen in der Schweiz, in: Bruno Colbois, Christine Riedtmann, VolkerSchroeder: mathch/100. Schweizerische Mathematische Gesellschaft 1910-2010, European Mathematical Society, 2010, Online ( vom 9. Mai 2018 im Internet Archive).