Ed Gein

Edward Theodore Gein [ˈɡiːn], genannt Ed Gein (* 27. August 1906 in La Crosse, Wisconsin; † 26. Juli 1984 in Madison, Wisconsin), alias Plainfield Ghoul, war ein US-amerikanischer Mörder, Leichendieb, Grab- und Leichenschänder, bei dem präparierte Leichenteile vieler verschiedener Frauen gefunden wurden. Den Vorwurf, er sei darüber hinaus nekrophil gewesen, stritt er jedoch stets ab.

Die Morde an Mary Hogan (1954) und Bernice Worden (1957) wurden Gein nicht nur nachgewiesen, er gab sie auch zu. Da er als psychisch krank eingestuft wurde, verblieb er bis zu seinem Tod in forensischen Psychiatrien.

Sein Biograf, der Richter Robert Gollmar, nannte Edward Gein den „bizarrsten Mörder, Grabräuber […] sowie ohne Frage die berüchtigtste Person, die mir jemals vor Gericht begegnet ist“.

Den Autor Robert Bloch beschäftigte die krankhafte Beziehung zwischen Ed und seiner Mutter, als er in seinem Roman Psycho die Hauptperson Norman Bates beschrieb. Insbesondere der gleichnamige Film von Alfred Hitchcock erlangte Kultstatus. Der Autor Thomas Harris nutzte in seinem Roman Das Schweigen der Lämmer Gein als Inspiration für seine Figur des Serienmörders Jame Gumb, genannt „Buffalo Bill“, weil er sich ebenfalls Bekleidung aus menschlicher Haut schneiderte. Bekannt wurde die Figur, neben der des Hannibal Lecter, auch aus der gleichnamigen Verfilmung. Später griffen auch True-Crime-Formate Geins Taten mehrfach auf, wobei fiktionale Ergänzungen vorgenommen wurden.

  1. Charles Avinger: Ed Gein (2022) Ebsco, abgerufen am 12. Oktober 2025
  2. Robert H. Gollmar: Edward Gein: America's Most Bizarre Murderer. Chas Hallberg, Delavan 1981, ISBN 978-0-87319-020-6.