Eisenmenger-Syndrom

Klassifikation nach ICD-11
BB01.0/LA8Z Eisenmenger-Syndrom
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Der Ausdruck Eisenmenger-Syndrom wird als Bezeichnung aller angeborenen Herzfehler angewandt, bei denen ein so ausgeprägter primärer Links-rechts-Shunt vorliegt, dass sich eine pulmonale Widerstandserhöhung mit konsekutiver Shuntumkehr und deutlicher Zyanose entwickelt bzw. entwickeln kann (Eisenmenger-Reaktion). Ein solcher Herzfehler ist üblicherweise charakterisiert durch das Vorliegen eines Ventrikelseptumdefektes mit reitender Aorta, Vergrößerung der rechten Herzkammer, pulmonaler Hypertonie und Rechts-links-Shunt.

Die häufigsten Ursachen für das Eisenmenger-Syndrom sind ein großer Ventrikelseptumdefekt, ein Ductus arteriosus apertus und ein Vorhofseptumdefekt.

  1. Klaus Holldack, Klaus Gahl: Auskultation und Perkussion. Inspektion und Palpation. Thieme, Stuttgart 1955; 10., neubearbeitete Auflage ebenda 1986, ISBN 3-13-352410-0, S. 190 f.