Emil Stehle
Emil Lorenz Stehle (italienisch Emilio Lorenzo Stehle; * 3. September 1926 in Mühlhausen; † 16. Mai 2017 in Konstanz) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher. Von 1977 bis 1984 war er Hauptgeschäftsführer von Adveniat und gleichzeitig Leiter der westdeutschen Koordinationsstelle Fidei Donum zum Einsatz von deutschen Priestern in Lateinamerika. Bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2002 war Stehle der erste Bischof der 1987 gegründeten Diözese Santo Domingo de los Colorados mit Sitz in der ecuadorianischen Stadt Santo Domingo de los Colorados.
Im Jahre 1976 setzte er sich für die Verhinderung von Ermittlungen gegen einen des sexuellen Missbrauchs verdächtigten Priester ein, und als Bischof half er des Missbrauchs angeklagten Priestern, der Strafverfolgung zu entkommen. Er selbst verhielt sich in mehreren Fällen wiederholt sexuell grenzverletzend gegenüber Mitarbeiterinnen. Im Jahre 1994 wurde er für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, den dann Jassir Arafat, Shimon Peres und Jitzchak Rabin erhielten.
- ↑ Overbeck: „Ein Wegweiser für den Frieden in Lateinamerika“ ( vom 23. August 2017 im Internet Archive), Bistum Essen, 17. Mai 2017, abgerufen am 17. Mai 2017.
- 1 2 Ein Fluchtweg aus Europa für pädophile Priester und eine geheime Zuflucht in Ecuador, abgerufen am 24. März 2022 (spanisch).
- ↑ tagesschau.de: Wie die katholische Kirche Täter versteckte, abgerufen am 24. März 2022.
- ↑ Untersuchung zeigt Missbrauch und Vertuschung durch Bischof Stehle. In: katholisch.de. 8. August 2022, abgerufen am 8. August 2022.