Epsilonspannklemme

Die Epsilonspannklemme ist eine epsilonförmig gebogene Stahlfeder zur elastischen Befestigung von Eisenbahnschienen auf Schwellen als Bestandteil des Oberbaus W. Bei der aus dickem Runddraht gefertigten, zwischen Schwellenschraube und Schienenfuß eingefügten Feder handelt es sich um eine besondere Bauart der Spannklemme (eisenbahntechnische Abkürzung: Skl). Die Epsilonspannklemme wurde am Anfang der 1960er-Jahre an der Technischen Hochschule München entwickelt und wird seit 1967 gefertigt und verwendet. Im Vergleich zur älteren Befestigungsart Oberbau K sind in ihr die Funktionen von zwei Bauelementen – einer Art Federring und der sogenannten Klemmplatte als Auflagestück auf den Schienenfuß – vereinigt. Die Variante von Oberbau K, in der diese Spannfeder verwendet wird, hat die Bezeichnung Oberbau KS. Von der Klemmplatte rührt das Teilwort Klemme in der Spannklemme her.

Eine Spannklemme ist prinzipiell kein neues Bauteil für die elastische Schienenbefestigung. Es gab und gibt diverse andere Bauformen. Auch von der Epsilonspannklemme gibt es heute diverse Ausführungen, die mit Skl und einer zusätzlichen Nummer voneinander unterschieden werden. Technisch weiterentwickelt ist die M-Klemme von Vossloh.

  1. Meier, Hermann: Zur Schienenbefestigung auf der Betonschwelle, in: Verkehr und Technik, Sonderdruck 1963
  2. Geschichte des Vossloh-Konzerns, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  3. gleisbauwelt.de: Oberbauarten (verschiedene Schienenbefestigungen): (historische Bauformen, vgl. Bilder 4, 6, 12, 13 und 16 bis 20)
  4. Metalcom: Padrol-Spannklemme (eine moderne Bauform)
  5. Schubarth + Co AG, Schienenbefestigungs-Systeme für Holzschwellen: Anbieter für z. B. Skl 3, Skl 12 und Skl 24
  6. Schwihag AG: Schwihag Spannklemmen für die Schienenbefestigung im Gleis (Memento vom 9. Juni 2021 im Internet Archive), abgerufen am 13. Februar 2021.
  7. Jonas Jansen: In voller Fahrt die Schiene schleifen. In: Frankfurter Allgemeine Zeiten. 31. Oktober 2022, S. 22 (faz.net [abgerufen am 2. November 2022]).