Equity-Methode
Die Equity-Methode ist ein Rechnungslegungsverfahren zur Bilanzierung von Anteilen an und Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen und Joint-Ventures im Einzel- und Konzernabschluss.
Die Grundidee der Equity-Methode ist es, den Beteiligungsbuchwert in der Bilanz des Investors spiegelbildlich zur Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals am beteiligten Unternehmen weiterzuentwickeln. Die Methode erlaubt es, bei Durchbrechung des Realisationsprinzips Gewinne aus Beteiligungen zu vereinnahmen, bevor sie realisiert sind.
Im Gegensatz zur Bewertung nach dem Anschaffungskostenprinzip wirken sich die Gewinne und Verluste des assoziierten Unternehmens unmittelbar auf den Konzern- bzw. Einzelabschluss des beteiligten Unternehmens aus. Insofern ist die Equity-Methode der Vollkonsolidierung von Tochterunternehmen im Konzernabschluss ähnlich und hat Züge einer Konsolidierungsmethode (siehe auch: Konzernabschluss). Im Gegensatz zur Voll- und Quotenkonsolidierung wird die Beteiligung als ein Vermögensgegenstand bzw. Asset gezeigt und bewertet. Die einzelnen Vermögensgegenstände des assoziierten Unternehmens werden nicht in die Bilanz des Investors übernommen. Insofern ist die Equity-Methode auch eine Bewertungsmethode.
- ↑ vgl. Küting/Weber, Der Konzernabschluss, 11. Auflage, Stuttgart 2008, S. 520