Gardemaß

Das Gardemaß definiert im ursprünglichen militärischen Sprachgebrauch eine bestimmte Körpergröße, welche die Tauglichkeit zur jeweiligen Gardeeinheit aufweist. Der ursprüngliche Gedanke dahinter war, dass sich durch die einheitliche Größe der Soldaten in der jeweiligen Garde ein einheitliches Bild bei Paraden ergibt.

Das Gardemaß wurde besonders im Königreich Preußen angewandt. Das Leibregiment Friedrich Wilhelms I. wurde nach dessen Krönung 1713 zum Königsregiment, dessen Soldaten als die Langen Kerls bekannt wurden.

Im heutigen Sprachgebrauch wird der Begriff „ein entsprechendes Gardemaß haben“ auf alle äußerlichen Merkmale ausgeweitet, um die beschriebene Person – rein äußerlich – zu einer bestimmten Gruppe zuzuordnen.