Gefecht bei Grüningen

Gefecht bei Grüningen
Teil von: Siebenjähriger Krieg

COMBAT DE GRUNINGEN, Aus: J.F. Roesch, J. C. Jaeger: Plans von Zwey und Vierzig Haupt-Schlachten, Treffen und Belagerungen des Siebenjaehrigen Kriegs, Frankfurt, 1790.
Datum 25. August 1762
Ort zwischen Grüningen, Holzheim und Lang-Göns, Fürstentum Solms-Braunfels, Oberrheinischer Reichskreis
Ausgang Französischer Sieg
Folgen Rückzug der Alliierten
Konfliktparteien

Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg Kurhannover
Großbritannien Konigreich Großbritannien
Braunschweig-Wolfenbüttel
Hessen-Kassel

Frankreich Konigreich 1791 Frankreich

Befehlshaber
Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel Louis V. Joseph de Bourbon, prince de Condé

Das Gefecht bei Grüningen (auch Schlacht bei Grüningen, frz.: Combat de Grüningen, Combat de Grummingen) fand am 25. August 1762 während des Siebenjährigen Krieges bei Grüningen (westdeutscher Kriegsschauplatz, nahe Gießen) statt.

Die kleinere französische Niederrheinarmee unter dem Prinzen de Condé strebte einer Vereinigung mit der geschwächten Oberrheinarmee zu. Der Erbprinz von Braunschweig versuchte mit einer kleinen alliierten Armee die Vereinigung zu verhindern. Die Oberrheinarmee kämpfte gegen den preußischen Verbündeten, den Herzog von Braunschweig. Alle vier Armeen rückten so in Richtung der Wetterau zusammen. Nach Vorgefechten und dem Einbruch der Nacht vom 24. zum 25. August bezogen die französischen Truppen Stellung am Wall des noch vorhandenen römischen Wetterau-Limes bei Grüningen. Die Franzosen täuschten einen Abzug vor, verstärkten aber in breiter Front den Limeswall mit Kanonen aus Gießen. Bei dem Erbprinzen ging die Meldung ein, dass sich Prinz Condé zurückziehe. Der Angriff der am 25. August heranrückenden Alliierten geriet nach zwei Stunden heftigen Artilleriefeuers ins Stocken. Das Gefecht endete mit dem Rückzug der Alliierten nach Grünberg.

  1. Nach Kessel. Der Militärhistoriker Kessel (1907–1986) hatte den Versuch unternommen, das bis 1914 erschienene Werk (bis kurz vor der Schlacht bei Torgau 1760) des Generalstabs über den Siebenjährigen Krieg zu vollenden. Seine Manuskripte galten seit 1945 als verloren, wurden jedoch 1992 der Wissenschaft wieder zugänglich gemacht.
  2. Das Gefecht fand am Standort eines römischen Auxiliarkastells statt, das 1995 als Kleinkastell Holzheimer Unterwald teilrekonstruiert und konserviert wurde. Der Limes verläuft nordwestlich von Grüningen über 8,5 km lang schnurgerade von Südwest nach Nordost.