Gesamtdeutsche Volkspartei

Gesamtdeutsche Volkspartei
Partei­vorsitzender Gustav Heinemann
Helene Wessel
Adolf Scheu
Robert Scholl
Gründung 29./30. November 1952
Gründungs­ort Frankfurt am Main
Auflösung 18./19. Mai 1957
Aus­richtung Entspannungspolitik
Neutralismus
Pazifismus
Bundestagssitze 3/402 (bis 1953)
Mitglieder­zahl ca. 1.000 (1957)

Die Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP) war eine Kleinpartei in der Bundesrepublik Deutschland, die die Wiederbewaffnung Westdeutschlands und die Westintegration, wie sie von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) angestrebt wurde, ablehnte.

Die Partei wurde 1952 gegründet, löste sich aber mangels Wahlerfolgen 1957 wieder auf. Viele Mitglieder schlossen sich der SPD an, darunter der einflussreichste Sprecher, Gustav Heinemann, ebenso wie Johannes Rau, beides spätere Bundespräsidenten.

Die GVP ist nicht zu verwechseln mit der Gesamtdeutschen Partei (GDP), die erst 1961 gegründet wurde.

  1. Anstelle eines Parteivorsitzenden bestand ein vierköpfiges Präsidium: unter anderem, weil Heinemann die Übernahme ablehnte (Thomas Flemming: Gustav W. Heinemann. Ein deutscher Citoyen. Klartext, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-0950-2, S. 288).