Glossoptose

Glossoptose (auch Glossoptosis), von altgriechisch γλώσσα Glossa, deutsch Zunge und πτώσις ptosis, deutsch Fall, ‚Senkung‘, bezeichnet das Zurücksinken der Zunge in den Rachenraum oder eine Fehlanlage mit Positionierung der Zunge im Rachenraum.

Durch die Verlegung des Atemweges besteht die Gefahr der Erstickung.

Sie kann erworben bei Muskelerschlaffung auftreten, z. B. bei tiefer Bewusstlosigkeit und Narkose. Als sofortige Maßnahme sollte man den sogenannten „Lebensrettenden Handgriff“ anwenden.

Eine Glossoptose kann auch angeboren vorkommen bei Mikrognathie:

Durch die Fehlstellung der Zunge kann es zu Verlegung der Luftwege und zu Problemen beim Trinken kommen.

  1. Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266., aktualisierte Auflage. de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033997-0.
  2. L. F. Donnelly, J. L. Strife, C. M. Myer: Glossoptosis (posterior displacement of the tongue) during sleep: a frequent cause of sleep apnea in pediatric patients referred for dynamic sleep fluoroscopy. In: American Journal of Roentgenology. Band 175, Nummer 6, Dezember 2000, S. 1557–1560, doi:10.2214/ajr.175.6.1751557, PMID 11090374.
  3. Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.