Grütze

Grütze (von althochdeutsch gruzzi für „Grobgemahlenes“, woher auch mittelhochdeutsch gruß stammt.) ist ein Nährmittel aus grob zerkleinerten Getreidekörnern wie Hafer, Gerste, Hirse, Mais, Roggen oder Weizen. Es gibt auch Buchweizen-Grütze. Die Abgrenzung zu Getreideschrot ist unscharf. Grütze wird vorwiegend zur Breiherstellung oder als Suppeneinlage verwendet; Backschrot dagegen dient als Mahlprodukt der Herstellung von Backwaren.

  1. Vgl. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 394 (Gruß: durch Zerquetschen, Zerstampfen gewonnener Saft).
  2. Wilfried Seibel (Hrsg.): Warenkunde Getreide. AgriMedia, Bergen/Dumme 2005, ISBN 3-86037-257-2, S. 293.