Große Chinesische Hungersnot
| Große Chinesische Hungersnot | |
|---|---|
| Land | Volksrepublik China |
| Örtlichkeit | Festlandchina |
| Tote insgesamt | 15 Millionen – 55 Millionen |
| Theorie | Großer Sprung nach vorn, Volkskommune, Große Spatzenkampagne, und so weiter. |
| Folgen | Beendigung der Kampagne „Großer Sprung nach vorn“ |
Die Große Chinesische Hungersnot ereignete sich in den Jahren 1959 bis 1961 in der Volksrepublik China. Einige Gelehrte schlossen auch das Jahr 1958 oder 1962 ein. Die Jahre des Hungerns werden in China auch als „die drei bitteren Jahre“ bezeichnet. Die Schätzungen der Toten reichen von 15 bis 55 Millionen Menschen. Es wird allgemein als die größte Hungersnot in der Geschichte der Menschheit sowie als eine der größten von Menschen verursachten Katastrophen angesehen.
Die Hauptursachen für die Hungersnot waren der Große Sprung nach vorn und institutionelle Maßnahmen wie die Volkskommune. Während der „7000-Kader-Konferenz“ Anfang 1962 führte Liu Shaoqi, der zweite Staatspräsident der Volksrepublik China, offiziell 30 % der Hungersnot auf Naturkatastrophen und 70 % auf von Menschen verursachte Fehler zurück. Nach dem Start von „Reform und Öffnung“ erklärte die Kommunistische Partei Chinas im Jahr 1981 offiziell, die Hungersnot sei hauptsächlich auf die Fehler des „Großen Sprunges nach vorn“ und der „Anti-Rechts-Kampagne“ zurückzuführen, zusätzlich zu einigen Naturkatastrophen und dem „Chinesisch-sowjetischen Zerwürfnis“.
- ↑ Otto Langels: Hungersnot statt Wachstum. Vor 50 Jahren setzte die Volksrepublik China zum Großen Sprung nach vorn an, Sendung Kalenderblatt des Deutschlandfunks am 29. August 2008, (Link zum Manuskript, Abruf am 16. Oktober 2020)
- 1 2 Mao Zedong: China unter Mao: 1949-1966. In: Planet Wissen. 29. Juli 2016, abgerufen am 21. Juli 2020.
- 1 2 Frank Dikötter: Maos Großer Hunger. In: Bundeszentrale für politische Bildung. Abgerufen am 21. Juli 2020.
- 1 2 Vaclav Smil: China's great famine: 40 years later. In: BMJ : British Medical Journal. Band 319, Nr. 7225, 18. Dezember 1999, ISSN 0959-8138, S. 1619–1621, PMID 10600969, PMC 1127087 (freier Volltext).
- 1 2 XIN MENG, NANCY QIAN, PIERRE YARED: The Institutional Causes of China's Great Famine, 1959–1961. (PDF) In: Columbia University. Abgerufen am 21. Juli 2020.
- 1 2 Joe Hasell, Max Roser: Famines. In: Our World in Data. Abgerufen am 21. Juli 2020.
- 1 2 Frank Dikötter: Mao's Great Famine: Ways of Living, Ways of Dying. In: Dartmouth College. Archiviert vom am 16. Juli 2020 (englisch).
- 1 2 Jonathan Mirsky: Unnatural Disaster In: The New York Times, 7. Dezember 2012. Abgerufen am 22. April 2020 (amerikanisches Englisch).
- 1 2 China's Great Famine: A mission to expose the truth. In: Al Jazeera English. 11. Januar 2016, abgerufen am 22. April 2020 (englisch).
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- ↑ Daniel Leese: Die Chinesische Kulturrevolution, Verlag C. H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-68839-3, S. 19
- ↑ Ronald Coase, Ning Wang: Chinas Kapitalismus: Weg ohne Plan und Zukunft? Schäffer-Poeschel, 2013, ISBN 978-3-7992-6706-9 (google.com [abgerufen am 19. Juli 2020]).
- ↑ Sun Zhonghua (孙中华): 刘少奇“三分天灾,七分人祸”提法的由来. In: Renmin Ribao. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 14. Dezember 2012; abgerufen am 22. Juli 2020 (chinesisch).
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