Grubenhaus
Grubenhaus oder Grubenhütte ist die Bezeichnung für Gebäude, die ganz oder teilweise in den Boden eingetieft sind. Archäologisch sind Grubenhäuser durch Pfostengruben in Verbindung mit größeren Verfärbungen im Boden nachzuweisen, welche die Auffüllung des vormals ausgeschachteten Innenraums anzeigen.
Grubenhäuser sind eine Art von Erdhaus und haben gewisse Gemeinsamkeiten mit Wohnhöhlen, den eisenzeitlichen Souterrain sowie den tieferliegenden Erdställen. Heute werden vergleichbare Bauten als Erdkeller benutzt.
Eine Grube ist die einfachste Methode, den Raum unter einem Dach zu erweitern. Wände brauchen nicht errichtet zu werden und die Dachkonstruktion kann sich wie bei einem Nurdachhaus auf dem Erdboden abstützen.
Rechteckige Grubenhäuser sind in vielen Teilen der Welt belegt, in Europa von der späten Eisenzeit bis ins Mittelalter. Eskimos verbrachten den Winter bis Mitte des 20. Jahrhunderts oft in mit Tierhäuten, Segeltuch und Moos oder Plaggen abgedeckten Qarmaqs. Grubenhäuser der nordamerikanischen Ureinwohner werden auch als earth lodges bezeichnet.
- ↑ Heidengraben – Ausgrabungsstätte eines frühlatènezeitliches Grubenhauses ( vom 17. Januar 2007 im Internet Archive)
- ↑ siehe en:Earth lodge