Hochschuldidaktik
Die Hochschuldidaktik beschäftigt sich mit dem Lernen, Lehren und Prüfen speziell an Hochschulen und hilft, eine qualitativ hochwertige Hochschullehre zu gestalten, während die Didaktik (von altgriechisch διδάσκειν didáskein, deutsch ‚lehren‘) allgemein die „Kunst“ und die „Wissenschaft“ des Lernens und Lehrens auf allen Stufen betrifft. Mit anderen Worten wird Lehren und Lernen in der Wissenschaft als Gegenstand und Zweck der didaktischen Auseinandersetzung betrachtet, wobei jeweils fach- bzw. disziplinenbezogene und hochschultypische Ausdifferenzierungen denkbar und notwendig sind. Im weitesten Sinne ist somit die Hochschuldidaktik ein wesentlicher Teil der Hochschulentwicklung. Hochschuldidaktik kann auf Ebenen betrachtet werden: Lehrveranstaltungen (Mikroebene), Studiengang- und Curriculumentwicklung (Mesoebene) und (Hochschul-)Politik (Makroebene).
Hochschuldidaktische Angebote werden in Deutschland interdisziplinär und fachbezogen von hochschuldidaktischen Zentren und Arbeitsstellen, Einrichtungen des Wissensmanagements, der Qualitätsentwicklung für Studium und Lehre, von Abteilungen für Weiterbildung und Personalentwicklung an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften, in einzelnen Projekten und Programmen, in Netzwerken und von einzelnen Wissenschaftlern unterbreitet.
- ↑ Peter Baumgartner: Taxonomie von Unterrichtsmethoden. 2. überarbeitete Auflage. Waxmann, Münster / New York / München / Paris 2014, ISBN 978-3-8309-3186-7, S. 66.