Jülicher Kreisbahn

Bahnstrecke Jülich Nord–Puffendorf
Streckennummer (DB):9241
Kursbuchstrecke (DB):245e (1970)
Kursbuchstrecke:245r (1946)
Streckenlänge:15,2 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:CE
Maximale Neigung: 20 
Minimaler Radius:190 m
Streckengeschwindigkeit:40 km/h
0,0 Jülich Nord 83 m ü. NHN
Strecke von Jülich (ab 1992)
1,3 Abzw. Rübenstraße (ab 1992)
Bundesstraße 56
1,6 Streckenende gemäß SNB
Rur
Strecke von Jülich (bis 1992)
2,2 Kirchberg (b Jülich) Nord Übergabe DB
Strecke nach Aachen Nord (bis 1982)
2,6 Anst. Eichhorn (ab 1992)
Bundesstraße 56
Autobahn 44
5,2 Koslar 76 m ü. NHN
7,4 Barmen (b Jülich)
Brücke über die Kirchgracht
8,1 Merzenhausen 98 m ü. NHN
Merzbach
11,5 Ederen
Bundesstraße 56
Bundesstraße 57
Geilenkirchener Kreisbahn von Alsdorf
15,2 Puffendorf 108 m ü. NHN
Geilenkirchener Kreisbahn nach Geilenkirchen

Quellen:

Die Jülicher Kreisbahn war ein kommunaler Eigenbetrieb des früheren Landkreises Jülich im Rheinland. Die von ihr betriebene Eisenbahnstrecke von Jülich nach Puffendorf wurde im Volksmund ebenfalls mit Jülicher Kreisbahn oder auch schlicht als Kreisbahn betitelt.

Die Strecke diente vornehmlich Pendlern und Schülern als Verbindung in die Kreisstadt Jülich sowie dem Güterverkehr, hier überwiegend dem Rübentransport zur Zuckerfabrik Jülich. Der Personenverkehr wurde 1971 auf Omnibus umgestellt. Ab dem 1. Januar 1984 übernahm die Dürener Kreisbahn die Betriebsführung. Der Güterverkehr nahm im Laufe der Jahre bis zur Einstellung des Fahrbetriebs 1999 immer weiter ab.

Seit der Einleitung der offiziellen Stilllegung im Jahr 2007 wurde ein Teil der Infrastruktur – vor allem Hochbauten und Sicherungstechnik – bereits abgebaut. Allerdings ist das Streckengleis außerhalb der ehemaligen Endbahnhöfe Jülich Nord und Puffendorf größtenteils noch vorhanden. Auf der Strecke waren aufgrund ihres sehr einfachen Ausbaustandes während ihrer Betriebszeit maximal 40 km/h zulässig, die Trasse an sich erlaubt jedoch mit ihren Kurvenradien bei Einbau entsprechender Überhöhungen und Signaltechnik weitestgehend 70 bis 80 km/h, entspricht in dieser Hinsicht also der Rurtalbahn-Strecke Düren – Jülich – Linnich. Lediglich nordwestlich von Kirchberg zwingt eine enge Kurve zu langsamerer Fahrt. Die Trasse ist rechtlich gesehen auch heute noch (Stand 2019) dem Eisenbahnverkehr gewidmet und wäre somit reaktivierbar, ohne dass zuerst Baurecht geschaffen werden müsste.

  1. Dürener Kreisbahn GmbH: Buchfahrplan gültig ab 01.06.1997 (Fahrplanarchiv des EAKJ). Düren, S. 85.
  2. Schienennetz-Benutzungsbedingungen der Rurtalbahn GmbH – Besonderer Teil (SNB-BT). (PDF) Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. Mai 2018; abgerufen am 10. Mai 2018.
  3. Schienennetz-Benutzungsbedingungen der Rurtalbahn GmbH – Besonderer Teil (SNB-BT). (PDF; 73 kB) Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. Oktober 2014; abgerufen am 25. Februar 2012.
  4. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  5. Wolfgang Naß: Die Jülicher Kreisbahn. Schweers + Wall, Aachen 1978, S. 113.
  6. Wolfgang Naß: Die Jülicher Kreisbahn. Schweers + Wall, Aachen 1978, S. 67.
  7. Die Wiederbelebung der alten Jülicher Kreisbahn, Artikel in der Aachener Zeitung online vom 22. August 2019. Abgerufen am 22. September 2019.