Jarosław Kaczyński
Jarosław Aleksander Kaczyński ( []; * 18. Juni 1949 in Warschau) ist ein polnischer Politiker, Jurist und ehemaliger Aktivist der in Opposition zur kommunistischen Diktatur gegründeten Gewerkschaft Solidarność. Als Vorsitzender der konservativen Partei Zentrumsallianz (1990–1998) und der nationalkonservativen Partei PiS (seit 2003) war er an der Bildung mehrerer polnischer Regierungen beteiligt und von 2006 bis 2007 selbst Ministerpräsident Polens. Von Oktober 2020 bis Juni 2022 sowie vom 21. Juni bis zum 27. November 2023 war er als stellvertretender Ministerpräsident Mitglied im Kabinett Morawiecki II. Er gehörte von 1989 bis 1991 dem Senat der Republik Polen sowie von 1991 bis 1993 und erneut seit 1997 dem Sejm in dessen I., III., IV., V., VI., VII., VIII., IX. und X. Wahlperiode an.
Kaczyński vertritt ein konservatives sowie katholisches Weltbild. Engeren Beziehungen zu Deutschland und Russland sowie einer fortschreitenden Integration Polens innerhalb der Europäischen Union steht er skeptisch bis feindselig gegenüber. Sein Zwillingsbruder Lech war bis zu seinem Tod am 10. April 2010 Präsident des Landes.
Kaczyńskis Rivalität mit Donald Tusk gilt seit 2005 als prägend für die polnische Politik, weshalb er neben Tusk als einflussreichster polnischer Politiker des XXI. Jahrhunderts angesehen wird. Spätestens seit dem Tod von Lech Kaczyński 2010, für den Kaczyński Tusk mitverantwortlich macht, gelten beide als verfeindet.
- ↑ Nie jestem już w rządzie pap.pl, 21. Juni 2022.
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- ↑ Wojna i więź. 16 lat relacji Jarosława Kaczyńskiego i Donalda Tuska. 20. September 2021, abgerufen am 9. Juni 2025 (polnisch).