Jenaer Erklärung

Die Jenaer Erklärung ist eine wissenschaftliche Stellungnahme, die das Konzept der „Rasse“ in Bezug auf Menschen hinterfragt und widerlegt. Sie wurde im September 2019 im Rahmen der 112. Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft in Jena veröffentlicht. Die Erklärung wurde von führenden Wissenschaftlern aus den Bereichen Evolutionsforschung, Genetik und Zoologie verfasst und beeinflusst maßgeblich die bisher erfolglose Debatte um eine Streichung des Begriffs „Rasse“ aus dem deutschen Grundgesetz. Mit dieser Erklärung distanziert sich das Institut für Zoologie und Evolutionsforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausdrücklich von seinen Vorgängern aus dem 20. Jahrhundert, insbesondere vom umstrittenen Gelehrten und Evolutionsbiologen Ernst Haeckel, der eng mit der Universität Jena verbunden war und dessen Ideen des Rassismus und der Eugenik heute als wissenschaftlich unhaltbar und moralisch verwerflich gelten.

  1. Jenaer Erklärung trägt zu Änderung des Grundgesetzes bei Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte, abgerufen am 6. April 2024.
  2. Jenaer Erklärung. Friedrich-Schiller-Universität Jena, abgerufen am 23. Juni 2023.
  3. Uwe Hoßfeld: Die Mär von den Menschenrassen. In: Politik und Kultur. 27. September 2024, abgerufen am 2. Oktober 2024.
  4. Uwe Hoßfeld, Marco Körner und Karl Porges: Reaktionen auf die „Jenaer Erklärung“ in den sozialen Netzwerken, Massenmedien und im realen Raum. In: Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie 25: 177-204, 2024. Arnstadt: THK., 2024, abgerufen am 2. Oktober 2024.
  5. mdr.de: Jenaer Forscher: Menschenrassen gibt es nicht | MDR.DE. Abgerufen am 6. Juli 2023.