Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk
Johann Ludwig „Lutz“ Graf Schwerin von Krosigk, geboren als Johann Ludwig von Krosigk (* 22. August 1887 in Rathmannsdorf/Anhalt; † 4. März 1977 in Essen), war ein deutscher Jurist und Politiker (zunächst parteilos, ab 1937 NSDAP). Von 1932 bis 1945 war er Reichsminister der Finanzen – zunächst im Kabinett Papen, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Kabinett Hitler. Nach dem Tod Adolf Hitlers wurde Schwerin von Krosigk von dessen Nachfolger Karl Dönitz zusätzlich zum „Leitenden Minister“ (Regierungschef) und Außenminister in dessen geschäftsführender Regierung bestellt. Im Rahmen der Nürnberger Prozesse wurde er wegen der Beteiligung seines Ministeriums am Holocaust als Kriegsverbrecher verurteilt.