Julius Echter von Mespelbrunn

Julius Echter von Mespelbrunn (* 18. März 1545 in Mespelbrunn; † 13. September 1617 auf der Festung Marienberg in Würzburg) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe, Domdekan und Politiker. Vom 4. Dezember 1573 bis zu seinem Tod war er Fürstbischof von Würzburg und somit auch Herzog von Franken.

Er gilt als großer Bauherr und Verwaltungsreformer, unter anderem des Gerichtswesens im Hochstift Würzburg. Er war ein bedeutender Vertreter der Gegenreformation, was mit der Vertreibung von Protestanten, der Rekatholisierung des Bistums Würzburg und der Wiedergründung der Universität Würzburg im Jahre 1582 einherging. Er gründete in Würzburg 1579 das nach ihm benannte Juliusspital und die gleichnamige Stiftung und war damit auch der Stifter der heutigen Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

  1. Stefan Kummer: Architektur und bildende Kunst von den Anfängen der Renaissance bis zum Ausgang des Barock. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band 2: Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1477-8, S. 576–678 und 942–952, hier: S. 588 und 605 f.