Jutta Ditfurth
Jutta Ditfurth (Geburtsname Jutta Gerta Armgard von Ditfurth; * 29. September 1951 in Würzburg) ist eine deutsche Politikerin und Aktivistin für Feminismus, Ökosozialismus und Antirassismus. Als Journalistin und Autorin von politisch engagierter Sachliteratur und Belletristik ist sie auch publizistisch tätig.
Ditfurth war ab 1978 als prägendes Mitglied der Grünen Liste Hessen (GLH) an der Entstehung der Partei Die Grünen beteiligt und gründete diese 1980 mit. Sie vertrat den „radikalökologischen“ linken Parteiflügel und war von 1984 bis 1987 mit Rainer Trampert und Lukas Beckmann, dann bis 1988 mit Regina Michalik und Christian Schmidt eine der drei Bundesvorsitzenden der Grünen.
Aus Protest gegen die „realpolitische Wende“ bei den Grünen verließ Ditfurth 1991 wie viele Angehörige des linken Flügels die Partei. Sie gründete die Kleinstpartei Ökologische Linke mit, aus der 2000 die Wählervereinigung ÖkoLinX – Antirassistische Liste hervorging. Von 2001 bis 2008 war sie für ÖkoLinX Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt am Main; seit 2011 ist sie es erneut.
Bei der Europawahl 2019 war Ditfurth Spitzenkandidatin für ÖkoLinX, erreichte jedoch kein Mandat im EU-Parlament.