Kaliumdicyanidoaurat(I)

Strukturformel
 
Allgemeines
Name Kaliumdicyanidoaurat(I)
Andere Namen
  • Goldkaliumcyanid
  • Kaliumcyanoaurat(I)
  • Kaliumgoldcyanid
Summenformel K[Au(CN)2]
Kurzbeschreibung

farbloser, geruchloser Feststoff

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 13967-50-5
EG-Nummer 237-748-4
ECHA-InfoCard 100.034.303
PubChem 159710
ChemSpider 140427
Wikidata Q1341604
Eigenschaften
Molare Masse 288,10 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,45 g·cm−3

Löslichkeit

löslich in Wasser

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), ggf. erweitert

Gefahr

H- und P-Sätze H: 290300330315317318410
EUH: 032
P: 273280301+310+330303+361+353304+340+310305+351+338+310
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Kaliumdicyanidoaurat(I), K[Au(CN)2], ist ein Kalium-Salz des komplexen Dicyanidoaurat(I)-Anions [Au(CN)2]. Der Goldgehalt des Salzes liegt bei ungefähr 68,2 %. Der Komplex ist 100-fach stabiler als gelbes Blutlaugensalz.

Durch diese Komplexierung sinkt die Goldionen-Konzentration in Wasser derart extrem, dass dadurch das Normalpotential von Gold (+1,69 Volt) auf das Potential eines unedlen Metalls (+0,20 Volt) reduziert wird. Daher gelingt bei der Cyanid-Laugerei die Oxidation von elementarem Gold mit Luftsauerstoff.

  1. 1 2 3 4 5 Eintrag zu Kaliumdicyanoaurat(I) in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 3. Januar 2023. (JavaScript erforderlich)
  2. Datenblatt Kaliumgoldcyanid bei Alfa Aesar, abgerufen am 22. Januar 2018 (Seite nicht mehr abrufbar).
  3. Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag salts of hydrogen cyanide with the exception of complex cyanides such as ferrocyanides, ferricyanides and mercuric oxycyanide and those specified elsewhere in this Annex in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. chemieunterricht.de: Anwendungen der Komplexierung, siehe auch Nernst-Gleichung